Temperantia #1 – Umgang mit der Abfindung

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Ehrlicher Ausgangspunkt

Ich bin ehrlich: Ich kann mit Geld sehr schlecht umgehen. Das ist für Menschen, die mich kennen, absolut nichts Neues. Im Gegenteil. Aber ich habe es tatsächlich geschafft, weitestgehend vernünftig mit einer für mich sehr beträchtlichen Summe umzugehen.

Die Summe werde ich an dieser Stelle nicht nennen. Das gehört hier nicht her. Und von dem Geld ist am Ende eh nichts mehr da. Ach, und der Blog wird auch nicht sonderlich lang.

Die Realität der Abfindung

Ich musste nicht lange warten, bis die Abfindung auf meinem Konto einging. Und sie war am Ende geringer als erwartet. Leider. Also musste ich umstrukturieren.

Eigentlich wollte ich einen Großteil meiner Schulden abbezahlen und von einem kleinen Teil andere Dinge besorgen. Das wurde durch die tatsächliche Summe und eine weitere, eher negative … „Überraschung“ jedoch über den Haufen geworfen. Also: Was tun?

Verantwortung übernehmen

Ich überlegte, mein Zwergbärchen direkt mit einzubeziehen oder mein Brüderchen im Geiste. Am Ende wollte ich die Entscheidung aber selbst treffen. Gemäß der Frage: „Bin ich in der Lage, eine Entscheidung zu treffen, die vernünftig ist?“

Durch die neuen, unschönen Umstände war ich nicht in der Lage, alles abzuzahlen, was ich ursprünglich geplant hatte. Aber die zwei größten monatlichen Belastungen bin ich losgeworden.

Der innere Konflikt

Einen winzigen Puffer hatte ich noch. Und ich habe lange mit mir gerungen. Ihr müsst wissen: Ich trage Klamotten so lange, bis sie mir nur noch in Fäden vom Körper hängen. Kleidung hat für mich meist eine sehr geringe Priorität. Ich stecke Geld lieber in Unterhaltung.

Diesmal konnte ich mich selbst davon überzeugen, dass das die falsche Entscheidung wäre. Also floss das letzte verfügbare Geld in Kleidung: neue Schuhe, was dringend nötig war, und ein paar weitere Teile.

Langfristige Konsequenzen

Was macht das mit mir? Nichts, was es nicht schon mein ganzes Leben tut. Ich versuche, mit der Tatsache zurechtzukommen und mich auch künftig damit abzufinden, dass ich nicht einfach sagen kann: „Das kauf ich mir jetzt.“

Selbst wenn ich überlege, etwas auf Raten zu kaufen, rechne ich stundenlang, ob ich mir das wirklich leisten könnte. Aktuell kommt das ohnehin nicht infrage. Meistens hat bisher die Unvernunft gesiegt.

Aber nicht diesmal.

Ich habe neue Klamotten. Neue Schuhe. Ich bin zwei monatliche Belastungen los. Ich wäre gerne noch eine Weitere losgeworden, aber es sollte nicht sein. Vielleicht kommt das noch.

Was sind eure Erfahrungen zum Thema „vernünftiger Umgang mit Geld“?

Gerry

1 Leuchten zu „Temperantia #1 – Umgang mit der Abfindung“

  1. Mir gehts genau andersrum.
    Monatelanges futtern von Ravioli um mir mit dem restlichen Geld Zeit mit meinen Freunden zu leisten und Schulden abzuzahlen. Es fällt mir heute noch schwer einfach mal mir was zu kaufen, statt Geld in Projekte oder Geschenke oder Unterstützung Anderer zu stecken. Aber wenn ich dann mal anfange Geld für mich auszugeben, dann muss ich aufpassen nicht in einen Kaufrausch zu verfallen und dieses Aufpassen sorgt dafür, dass ich mir weiterhin nicht viel gönne. Teufelskreis. XD

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