Aufzwingen der eigenen Wünsche?

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Heute möchte ich euch nichts zum Allerweltsgeschehen aufzwingen, wie zum Beispiel die ganzen Anschläge in der Welt. Davon gibt es genug im im Netz. Mir geht es heute eher um etwas, was mir in letzter Zeit in meinem Umfeld aufgefallen ist. Das Aufzwingen. Und ich habe festgestellt, dass es viele Dinge gibt, die andere einem versuchen aufzuzwingen.

Was löst das Wort „Aufzwingen“ aus?

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Aufzwingen. Ein komisches Wort. Aufgrund des Wissens, welches wir erlangt haben, was dieses Wort bedeutet, fühlen wir uns unbehaglich. Sogar unwohl. Schauen wir mal in den Duden. „gewaltsam auferlegen; zwingen, etwas anzunehmen“. Das klingt so schrecklich. und doch….

Wir lieben es, jemandem etwas auf zu zwingen ist bei uns verankert.

Wir alle tun es (tun ist so ein schreckliches Wort. Fast so schrecklich wie „aufzwingen“).
Unbemerkt zwingen wir anderen Menschen unseren Willen auf. Doch diese Art ist nicht die, auf welche ich hinaus will. Im Gegenteil. Es geht mir um die Art, die sich nicht schickt und viel Schlimmer ist. Das Aufzwingen was bereits in einer Nötigung übergeht.

Differenz zwischen unbewusstes „Aufzwingen“ und der „Nötigung“

Um nicht allzu viel über mein Leben preis zugeben, nehme ich als Beispiel das Arbeitsamt, mit welchem ich mich ja schon anderweitig beschäftigt habe und mit welchem ich in dieser Thematik auch schon das vergnügen hatte.
Wir alle streben in gewisser Form nach Erfüllung. Für die einen ist es, den ganzen Tag auf der Couch zu sitzen und Hartz IV -TV zu schauen, für die anderen einen Job zu haben, mit welchem sie sich identifizieren.
Leider funktioniert das beim Arbeitsamt in der Regel nicht. In beiden Fällen. Dort heißt es entweder Du machst was sie Dir geben oder vorschlagen, oder Du bekommst weniger oder im schlimmsten Falle sogar gar kein Geld. Klar werden jetzt einige Korintenkacker sagen „Aber das ist doch Erpressung?!“ und sie liegen auch nur knapp daneben. Erpressung liegt vor, wenn der zu erpressende Geld für etwas verlangt. Hier ist es jedoch umgekehrt. Der Arbeitslose wird dazu gedrängt, einen Job anzunehmen, der ihm gar nicht liegt oder ihn im Vorfeld schon unglücklich macht oder finanzielle Einbußen hinzunehmen.
Und aktuell ist es nur seltenst möglich, sich dieser „Forderung“ zu sträuben. In meinen Augen liegt hier eine Nötigung vor.

Arbeitgeber genauso schlimm?

Und Arbeitgeber sind sogar noch schlimmer, wenn sie Dich raus haben wollen. Ich habe vor ein paar Jahren einmal eine Story aus einer Einzelhandelskette gehört, wo mir die Ohren geschlackert haben (Ich habe diese „Geschichte“ von einem Filialleiter erfahren). Eine Dame die dem Unternehmen scheinbar schon eine Weile ein Dorn im Auge war, wurde quasi in einen Raum eingesperrt mit drei Dingen: einen Kugelschreiber und zwei Blatt Papier.
Auf dem einem Blatt sollte sie sich selbst schuldig des Diebstahls machen (soweit mir bekannt, handelte es sich um verzehr von verkaufsfähiger Ware) und auf dem anderen einen Aufhebungsvertrag unterschreiben. Man wollte sie nicht gehen lassen, bevor sie die beiden Papiere unterschrieben hat.
In dem Fall wurde der Dame der Wunsch des Unternehmens aufgezwungen, dieses zu verlassen. In meinen Augen eine sehr widerliche Methode.
Der Wahrheitsgehalt dieser Geschichte ist jetzt nicht nachprüfbar, da ich dies auch nur aufgeschnappt habe. Aber hinter jeder Geschichte steckt doch ein Körnchen Wahrheit oder nicht?

Was will er uns sagen?

Ja diese Frage die sich viele bei allen meinen Beiträgen fragen. Jemandem etwas aufzwingen zu wollen ist irgendwo natürlich. Wir machen das täglich in unserem Freundeskreis, Beziehungen und auch in der Familie. Aber ab welchem Niveau beginnt es grenzwertig zu sein?
In meinen Augen ab dem Moment, wo das Grundgesetz übergangen wird. Laut diesem Haben wir einen freien Willen und vor allen Dingen haben wir eine Würde (die man übrigens nicht essen kann. NEIN! Nicht essen!) . Und sobald diese Dinge untergraben werden, in dem man uns zwingt Dinge zu tun, die wir nicht wollen, ist das Niveau erreicht wo ich sage: ES REICHT!
Es sollte immer Optionen geben, die alle Seiten zufrieden stellen und insbesondere was den Beruf angeht, sollte geschaut werden, dass das eigene Empfinden positiv bleibt. Wir leben davon. Alle. Ohne Ausnahme. Findet Lösungen die für alle angenehm sind und nicht nur jene, welche euch gerade in euren Kram passen. Ja liebe Ämter und Unternehmen. Ihr seid gemeint!
Übrigens: in Beziehungen ist es Okay. Sofern es auf Gegenseitigkeit beruht.
In diesem Sinne.
 

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