Superbia - Hochmut

Superbia ist kein großes theatralisches Hauchen von „Ich bin besser als ihr“, sondern oft viel banaler: das ständige Hochziehen der eigenen Mauern, um nicht gesehen zu werden, wie man wirklich ist.

Hochmut ist eine Reaktion, kein Ursprung. Ein Mechanismus, der entsteht, wenn Verletzlichkeit gefährlich wurde. Wenn Nähe bedeutet hat, Kontrolle zu verlieren. Wenn man gelernt hat, dass Schwäche ausgenutzt wird. Dann wird Überlegenheit zum Schutzschild.

Superbia heißt: „Ich halte Abstand, indem ich mich über alles stelle.“ Es wirkt äußerlich stark, ist aber innen brüchig.

Diese Kategorie greift all diese Momente auf: Situationen, in denen Distanz wichtiger erschien als Verbindung. Entscheidungen, die weniger aus Arroganz, sondern aus Selbstschutz getroffen wurden.

Texte hier werden nicht peinlich, nicht reuig, sondern nüchtern. Es geht darum, den Mechanismus sichtbar zu machen, ohne ihn zu rechtfertigen.

Superbia ist ein Raum, um zu analysieren, wann Stolz zum Ersatz wurde — für echte Sicherheit, für Anerkennung, für das Gefühl, die Kontrolle zu behalten.

Hier geht es nicht darum, sich schuldig zu fühlen, sondern darum, zu verstehen: Hochmut ist die Maske, die man trägt, wenn man sich nicht traut, verletzlich zu sein. Wer Superbia begreift, erkennt, wie viel Angst dahintersteckt — und warum man trotzdem manchmal dort landet.

Diese Beiträge schaffen Klarheit darüber, wie dieser Schutz funktioniert, wann er greift und warum er langfristig Beziehungen, Selbstbild und Entscheidungen beeinflusst. Superbia ist der ehrliche Blick auf den eigenen Reflex, „höher“ zu wirken, um nicht tiefer getroffen zu werden.

Ich arbeite damit, weil ich die stille Arroganz kenne, die auftaucht, wenn man sich ständig selbst überfordert und dann glaubt, es besser zu wissen. Hochmut ist bei mir weniger Überlegenheit und mehr Schutzpanzer. Ich will verstehen, wann er hochfährt – damit ich ehrlich bleibe, statt mich hinter Fassade zu verstecken.

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