Gula - Völlerei
Gula ist nicht Essen oder Trinken an sich. Es ist das Bedürfnis, die innere Unruhe zu betäuben. Völlerei funktioniert wie ein Beruhigungsmittel für eine Seele, die zu laut ist oder zu leer. Man greift zu etwas, um das Chaos für einen Moment auszublenden.
In dieser Kategorie geht es um das Verhältnis zu Konsum: nicht nur Nahrung, sondern jede Form von „zu viel“ — Medien, Ablenkung, Scrollen, Kaufen, Impulse.
Gula ist der Reflex, sich zu überladen, wenn die Psyche unterlastet oder überlastet ist.
Diese Texte beleuchten klar die Mechanik: Wo beginnt das Kompensieren? Wann wird aus einem Bedürfnis ein Muster? Welche inneren Lücken werden gefüllt — und womit?
Gula benennt nüchtern die Momente, in denen Überdruss zur Strategie wurde. Es ist kein moralischer Vorwurf, sondern eine Bestandsaufnahme: Hier habt man versucht, Druck zu senken. Hier wollte man Stille betäuben. Hier war das „Mehr“ eigentlich nur ein Versuch, weniger fühlen zu müssen.
Das Ziel dieser Kategorie ist Ehrlichkeit über die Impulse, die mehr mit Schmerzregulation als mit Genuss zu tun haben.
Ich nehme es ernst, weil ich Übermaß perfektionistisch kaschiere – als „Belohnung“, „Ausgleich“, „Ich brauch das grad“. Das Muster ist subtil, aber es nimmt Raum. Ich will es transparent machen.
Beiträge

Gula #1 – Fett. Fetter. Ich.
Kein Geheimnis, keine Ausreden Also wirklich schlank war ich ja schon seit vielen, vielen Jahren nicht mehr. Und mir braucht