Luxuria #1 – Hate**** – Wutabbau beim Sex (oder doch falsche Wahrnehmung anderer?)

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Meine Sexualität – grob, aber nicht wahllos

Leute, die mich näher kennen, wissen, wie ich sexuell – zumindest im Ansatz – ticke. Aber gerade in den letzten Jahren habe ich für mich gemerkt, dass mir zwar Stino-Sex (stinknormaler Sex ohne großartige physische Hilfsmittel) am meisten gibt, ich dabei aber auch gerne mal etwas grober werde.
Das Wichtige dabei ist: Es ist personenunabhängig. Es ist dabei egal, ob ich der Person gegenüber so etwas wie Liebe empfinde oder eine andere Art von Zuneigung. Es ist am Ende einfach so.

Die Situation: Fetisch-Party und Darkroom

Vor einigen Monaten gab es da ein kleines Abenteuer auf einer Fetisch-Party. Ich war eigentlich gut drauf und sogar irgendwie erregt, was auf dieser Party eher seltener vorkommt. Irgendwann kam dann eins zum anderen, und wir verschwanden zurück in die berüchtigten Darkrooms.
Hier Tatschen, da Fummeln, und irgendwann kniete der Dritte nieder und fing mit Blowjobs an. Ich mein, er war wirklich gut. Aber da kommt dann doch der Dom in mir durch, und der Rachen wird kräftig geputzt.

Dabei versuche ich aber auch, auf die Reaktionen des Gegenübers zu achten und auch rechtzeitig aufzuhören oder es ganz zu lassen, wenn es zu großen negativen (also für mich negativen) Reaktionen kommt. Letzteres war hier direkt nicht der Fall.
Es ging noch eine Weile weiter, und irgendwann war es auch wieder vorbei.
Danach hat man sich noch gut unterhalten, und wie jede Party endete auch diese irgendwann. Man ging nach Hause und seines Weges.

Der Bruch: Nachträglicher Vorwurf

Am nächsten Morgen bekam ich dann die Nachricht, ob das ein Hate**** war und dass das nicht okay wäre. Da muss ich kurz ausholen. Die Person war vor einiger Zeit nicht nett zu meinem Partner, und ich habe meinem Unmut sehr viel Luft gemacht. Daran habe ich an dem Abend allerdings nicht wirklich gedacht.
Ich fiel natürlich erst einmal aus allen Wolken. Und ich fing wirklich an, darüber nachzudenken, ob es einer war oder halt eben nicht. Aber ich war – und bin es immer noch – mir sicher, dass es keiner war.

Kommunikation, Consent und Verantwortung

Ich versuchte, so entspannt wie möglich darauf zu antworten, und habe ihm mitgeteilt, dass ich das anders sehe und ich generell so „grob“ bin bei Blowjobs, wenn man mich lässt. Dazu habe ich ihm versucht zu vermitteln – und das ist etwas, was gerade Männer U30 scheinbar lernen müssen –, dass er sofort sagen soll, wenn ihm etwas nicht gefällt oder gut tut. Und nicht erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.
Und gerade bei eher so „spontanen“ Aktionen kann man vorher nicht alles wissen, finde ich. Und es ist für mich am Ende mehr ein Stimmungstöter, nachträglich so etwas zu lesen, als während der Aktion zu hören: „Hey du, das mag ich nicht. Können wir das anders machen?“ Im Gegenteil. Das zeigt mir, dass mein Gegenüber dabei ist und dass wir beide wollen, dass es beiden gefällt.

Machtgefälle heißt nicht Verantwortungslosigkeit

Das erinnert mich an einen schriftlichen Kontakt, den ich ein paar Wochen danach hatte. Ein junger Wuffel war der Meinung, dass alles, was der Master/Alpha möchte, zu tun ist. Egal, wie das Empfinden bei dem Wuffel ist. Nein. Definitiv … NICHT!
Wie sagte ein Bekannter vor Kurzem? Es ist die Aufgabe des Slaves, den Master so zu erziehen, dass es dem Slave gut geht. Und – wie ich schon oft andernorts sagte – es ist die Aufgabe des Masters, dass der Slave sich wohlfühlt. Egal ob im BDSM-Spiel oder im Machtspiel wie Alpha/Omega/Owner etc.

Abschluss: Keine Wut, kein Ventil

Als kleinen Schlussabschnitt möchte ich anmerken, dass ich mit niemandem rummache, den ich absolut nicht leiden kann. Und schon gar nicht mit jemandem, auf den ich wütend bin. Das ist weder meine Art, noch würde mir das Spaß machen.

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Erklärung: Düsternislevel

Das Düsternislevel gibt an, wie deprimierend der Text sein kann. Dies ist zur schnellen Einschätzung, insbesondere für neurodivergente Personen, ob man genug Freiraum im Kopf hat, um so einen Text zu lesen.
Dabei werden (subjektiv) Dinge wie Auslöser, Thema, Wortnutzung etc. berücksicht.

Je höher das Level, desto düsterer kann ein Text sein. Sollte das Level 80 % überschreiten, gibt es zusätzlich noch eine Inhaltsnotiz.

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