Temperantia - Mäßigung

Temperantia ist die Fähigkeit, die eigenen Impulse zu steuern, ohne sie zu unterdrücken. Mäßigung ist keine Askese. Sie ist Kontrolle, nicht Verzicht.

Diese Tugend schafft Abstand zwischen Reiz und Reaktion. In diesem Abstand liegt Entscheidungsspielraum. Wer mäßigt, handelt nicht impulsiv, sondern bewusst.

Temperantia verhindert Übertreibung: emotional, körperlich, konsumbezogen, sozial. Sie stabilisiert Verhalten, weil sie extreme Ausschläge reduziert – nicht durch Härte, sondern durch Klarheit.

Mäßigung ermöglicht echte Freiheit. Wer nicht gesteuert wird – weder von Gier, Wut, Angst noch von Gewohnheit – kann funktional entscheiden.

Temperantia heißt nicht, weniger zu fühlen. Es heißt, nicht vom Gefühl verschluckt zu werden. Die Tugend ist neutral, nüchtern, fast technisch.

Sie reduziert Schaden: weniger Selbstüberschätzung, weniger Selbstvernachlässigung, weniger Chaos.

Mäßigung ist letztlich das innere Regulativ, das alles andere erst stabil macht.

Ich arbeite daran, weil Extreme für mich zu leicht erreichbar sind – emotional, mental, organisatorisch. Mäßigung gibt mir eine Art inneren Regler, der Stabilität erzeugt. Ich will Handlungsräume zurück, die mir Extreme nehmen.

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