{"id":7854,"date":"2022-08-12T11:45:22","date_gmt":"2022-08-12T09:45:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.g-wie-gerry.de\/?p=7854"},"modified":"2025-12-13T23:56:25","modified_gmt":"2025-12-13T22:56:25","slug":"drei-wochen-mit-doppeldepression-und-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/drei-wochen-mit-doppeldepression-und-mehr\/","title":{"rendered":"Drei Wochen mit (Doppel)Depression und mehr"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/bit.ly\/DG3WDD\">Click here for english version<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.g-wie-gerry.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/0-1024x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7525\" width=\"185\" height=\"185\" srcset=\"https:\/\/g-wie-gerry.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/0-1024x1024.png 1024w, https:\/\/g-wie-gerry.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/0-300x300.png 300w, https:\/\/g-wie-gerry.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/0-150x150.png 150w, https:\/\/g-wie-gerry.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/0-768x768.png 768w, https:\/\/g-wie-gerry.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/0.png 1500w\" sizes=\"(max-width: 185px) 100vw, 185px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Vor knapp drei Wochen hatte ich ja geschrieben, dass es mir nicht gut ging. Die Wolken im Kopf waren so schwarz, dass mir denken schwer fiel und es kam, wie es kommen musste: Ich war krank. Nicht zwei drei Tage. Nicht eine Woche. Sondern drei. Heute ist der letzte Tag meiner Krankmeldung.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich ging am Montag nach dem Blog zu meiner \u00c4rztin und sie hat, nachdem ich von der Diagnose und den Geschehnissen erz\u00e4hlte, mich sofort aus dem Verkehr gezogen. Und so gerne ich mit meinen direkten Kollegen zusammenarbeite, hat es sich angef\u00fchlt, nach dem Verlassen der Praxis, als w\u00fcrden unz\u00e4hlige Lasten von meinen Schultern abfallen.<br>Klar habe ich die ersten zwei Tage dr\u00fcber nachgedacht, was meine Kollegen und Vorgesetzten von mir denken und dass ich meine Kollegen h\u00e4ngen lasse. Aber danach ging es und ich konnte mich mit mir und meinem Kopf etwas ruhiger auseinandersetzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die erste Woche<\/h2>\n\n\n\n<p>In der ersten Woche habe ich erstmal versucht herunterzufahren. Den Kopf m\u00f6glichst frei und sortiert kriegen. Was an sich nicht so einfach war. Daf\u00fcr haben mich zu viele Sorgen und auch eine Traurigkeit begleitet, die unendlich tief war. Und stellenweise noch ist. Aber dazu komme ich noch.<br>Ich habe viel gezockt, aber nie lange irgendwie. Ich verlor immer sehr schnell die Lust. Wenn Zino im B\u00fcro war, lag ich meistens lethargisch auf der Couch und habe den Tag an mir vorbei ziehen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Oft habe ich tags\u00fcber nur genug Ruhe bekommen, um etwas zu schlafen. Sobald es Nacht wurde, wurde meist auch mein Kopf extrem aktiv. Das bedeutete, dass ich meist erst sehr sp\u00e4t ins Bett gegangen bin.<br>Dennoch habe ich versucht, einen gewissen Aufstehrhythmus zu behalten. Ich bin immer recht fr\u00fch aufgestanden und hab mich halt tags\u00fcber immer noch 2-3 Stunden hingelegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Laufe der Woche wurde ich etwas ruhiger aber leider kam dann \u2026<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die zweite Woche<\/h2>\n\n\n\n<p>Direkt am Montag hatte ich eine Zahnextraktion, bei der mir 4 Weisheitsz\u00e4hne, und einen Backenzahn, den ein Zahnarzt vor einigen Jahren kaputt gemacht hat, entfernt wurden und ich hatte mega bammel. Vor allem, weil zwei der Weisheitsz\u00e4hne nicht ungef\u00e4hrlich gelegen haben (nerven und so). Durch die Sedierung habe ich gl\u00fccklicherweise nicht viel mitbekommen. Au\u00dfer das ich mich mitten in der OP verschluckt und Blut verspritzt habe.<br>Danach ging es direkt nach Hause und der Schmerzmarathon ging los, nachdem die Bet\u00e4ubung \/ Sedierung komplett vorbei war. Drei der Z\u00e4hne haben gar keine Probleme gemacht. Einer war etwas nervig, weil er in Zungenreichweite ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber einer der Z\u00e4hne hat mir gef\u00fchlt das Leben zur H\u00f6lle gemacht und der ist immer noch in Behandlung. Der hat sich megaentz\u00fcndet und ja. Andere unsch\u00f6ne Dinge. Das hat daf\u00fcr gesorgt, dass ich nicht zu ruhe kam und meine Gedanken sich irgendwie \u00fcber die Dinge der letzten Wochen hergemacht haben.<br>Ich bin weiter in der Doppeldepression geblieben, da diese Schmerzodyssee mich nicht hat zur Ruhe kommen lassen. Zus\u00e4tzlich habe ich die ersten drei Tage aufgrund der Schmerzen nahezu nichts gegessen und sehr wenig getrunken.<\/p>\n\n\n\n<p>Und nach einigen Tagen schwoll es endlich ab und die Schmerzen wurden seichter und seit Freitag bin ich weitestgehend schmerzfrei und hab nochmal von vorne angefangen mit runterkommen und sortieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die dritte Woche<\/h2>\n\n\n\n<p>Diese Woche habe ich mich dann wieder mit mir selbst besch\u00e4ftigen k\u00f6nnen und habe auch einiges verarbeitet. Nur die Traurigkeit \u00fcber einer der Dinge, die in den letzten Wochen passierten, will nicht wirklich verschwinden. Dazu habe ich f\u00fcr mich auch was geschrieben und gespeichert, was aber vermutlich nie jemand zu Gesicht bekommen wird.<br>Es ging darum, meinen Unmut und meine Fragen, die ich im Kopf habe, einmal runter zu schreiben. Einfach, damit es raus aus meinem Kopf ist oder, wie in diesem Fall, wesentlich leiser wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Aktuell bin ich nahe an meinem Normalzustand und ich bin froh, dass ich, wenn nichts Gravierendes mehr eintritt, Montag wieder arbeiten kann. Manche meinen Ja, dass wenn depressive sich krankschreiben lassen, sie einfach nur entspannen und ausruhen. Dem ist aber nicht so.<br>In meinem Fall habe ich mich viel mit meinem Kopf auseinandersetzen m\u00fcssen. Mit meinen Sorgen, \u00c4ngsten und Dingen, die mich traurig machen. Und das ist f\u00fcr meinen Kopf, der ja immer d\u00fcster ist, ein unheimlicher Kraftakt. Daher auch das Niederschreiben von Dingen. Nur f\u00fcr mich.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich hoffe f\u00fcr mich, dass es das jetzt erstmal mit Tiefphasen war, denn sie zehren mega an meinem so schon niedrigen Energiehaushalt. Aber eines ist f\u00fcr mich sicher: Ich bin froh, wenn dieses Jahr rum ist. Es war bisher kein sch\u00f6nes Jahr. Aber so ist es doch immer oder? Wenn man denkt, dass es mal ne weile gut lief, kommt Murphy und zieht dir den Boden unter den F\u00fc\u00dfen weg. Und nimmt dir dann auch oft noch Dinge, die dir sehr am Blutzirkulationsorgan liegen.<br>Ich wei\u00df nicht, ob das verst\u00e4ndlich oder in irgendeiner Form interessant ist, was ich hier geschrieben habe. Aber ich wollte euch einfach nur auf dem Laufenden halten. Und da scheinbar ein lieber Kollege aktiv mitliest: Danke und bis Dienstag (hoffentlich).<\/p>\n\n\n\n<p>Your Gerry<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Click here for english version Vor knapp drei Wochen hatte ich ja geschrieben, dass es mir nicht gut ging. 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