{"id":7809,"date":"2022-06-11T10:00:00","date_gmt":"2022-06-11T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.g-wie-gerry.de\/?p=7809"},"modified":"2025-12-13T23:56:25","modified_gmt":"2025-12-13T22:56:25","slug":"diagnose-dysthymia-und-aevps-was-nun-sortieren-und-aufklaeren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/diagnose-dysthymia-und-aevps-was-nun-sortieren-und-aufklaeren\/","title":{"rendered":"Diagnose &#8211; Dysthymia und \u00c4VPS: Was nun? Sortieren und Aufkl\u00e4ren"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/bit.ly\/DG_DDAVPS\"><\/a><a href=\"https:\/\/bit.ly\/DG_DDAVPS\"><\/a><a href=\"https:\/\/bit.ly\/DG_DDAVPSRP\">Click here for english version<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#ff0000\" class=\"has-inline-color\">Wichtiger Hinweis<\/mark><\/strong>: Ich habe alles nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und vor allem meine eigene Erfahrung ist mit eingeflossen. Psychische Krankheiten sind so individuell wie die Menschen selbst. Das bitte ich beim Lesen zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.g-wie-gerry.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/0-1024x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7525\" width=\"185\" height=\"185\" srcset=\"https:\/\/g-wie-gerry.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/0-1024x1024.png 1024w, https:\/\/g-wie-gerry.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/0-300x300.png 300w, https:\/\/g-wie-gerry.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/0-150x150.png 150w, https:\/\/g-wie-gerry.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/0-768x768.png 768w, https:\/\/g-wie-gerry.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/0.png 1500w\" sizes=\"(max-width: 185px) 100vw, 185px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Ich habe mich in letzter Zeit zur\u00fcckgehalten einen Blog zu meiner Diagnosesituation zu schreiben. Der letzte Stand war f\u00fcr euch, dass ich auf der Suche nach einem\/r DiagnostikerIn war. Ich habe unz\u00e4hlige E-Mails geschrieben und war auch fast davor, viel Geld f\u00fcr eine Privatpraxis hinzulegen.<br>Doch dann kam eine Freundin mit &#8222;Hey. Schau mal da. Vielleicht haben die noch Platz.&#8220; Und ich habe auch dahin eine E-Mail geschrieben und dann gewartet. Eine Woche und ich wurde angeschrieben, man hat telefoniert und wieder gewartet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wieder ein Anruf und dann ging es Schlag auf Schlag. Ich habe sofort einen Termin f\u00fcr das Screening erhalten und einen f\u00fcr die Diagnosestellung und dann hie\u00df es warten. Ich war ein totales Nervenb\u00fcndel. Wie f\u00fcr mich \u00fcblich, habe ich alles zerdacht. Mir die schlimmsten Szenarien vorgestellt. Nicht was die Diagnose angeht. Zumindest nicht, die eigentliche Diagnose an sich. Sondern eher \u2026. das sie nichts finden und ich weiterhin unwissend bleibe. Der Gedanke war die H\u00f6lle.<br>Und irgendwann kam dann der Termin und ich musste leider alleine hinfahren, mit den \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln und war nervous as fuck. Und es war am Ende alles sehr kr\u00e4fteraubend.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Screening<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich musste erstmal das Geb\u00e4ude suchen. Das Klinikum war riesig und der direkte Weg zur psychiatrischen Diagnostik war \u2026 durch eine Baustelle versperrt (Willkommen in Berlin). Also habe ich erstmal 30 Minuten damit verbracht zu suchen. Ein Gl\u00fcck bin ich so paranoid, dass ich bei Erstbesuchen immer viel mehr Zeit einplane.<br>So war ich am Ende also ne halbe Stunde zu fr\u00fch.<br>Als ich dann endlich dran war, musste ich nahezu eine Stunde erz\u00e4hlen. Und erz\u00e4hlen. Ich erz\u00e4hlte von meiner Kindheit, meinem Leben, meinen Beziehungen und sprang dabei vor Nervosit\u00e4t hin und her. W\u00e4hrend ich den Faden zig mal verloren habe, sah ich die Psychologin schreiben und schreiben und schreiben und zuh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie stellte exakt eine Zwischenfrage. Dann kl\u00e4rte sie mich \u00fcber ein, zwei Dinge auf, stellte einen Verdacht, den ich, als ich rausging, wieder vergessen habe, und dr\u00fcckte mir quasi einen Laptop in die Hand, auf dem ich hunderte Fragen beantworten musste. Das eigentliche Screening hat begonnen.<br>Die Fragen waren seltsam. Vor allem, weil sie im ersten Moment so gar nicht zu meinen Fragen passten, die ich mir stellte. Ich versuchte sie geduldig zu beantworten und bin dann, nach einer Dreiviertelstunde, total ersch\u00f6pft gegangen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Warten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vom Screening bis zum Ergebnis vergingen 1,5 Wochen. Und mit jedem Tag wurde es irgendwie schwerer, f\u00fcr mich, der so schon ungeduldig ist, geduldig und stark zu bleiben. Mit jedem Tag war ich ersch\u00f6pfter. M\u00fcder. Ratloser?<br>Ich habe mich in ein Spiel gest\u00fcrzt, die Arbeit so gut es ging erledigt, mich wieder ein wenig Beef hingegeben. Aber wirklich zufrieden war ich mit meiner Gesamtsituation so gar nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mein Mann musste sich dauernd anh\u00f6ren, was mir durch den Kopf geht. Meine Freunde. Viele andere Personen. Es hat geholfen, den Kopf etwas zu entl\u00fcften. Aber der Druck kam teilweise schneller wieder, als ich dar\u00fcber reden\/schreiben konnte.<br>Aber am Ende, und das musste ich mir doch eingestehen, musste ich warten. Ob es mir passt, oder halt eben nicht. Und dann kam der Tag.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Diagnose \u2026 n<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich bin ja mit einem Verdacht hingegangen (dem ich weiterhin noch nachgehen werde, aber erst nach dem Umzug) und dieser Verdacht wurde \u2026 komplett ausgeschlossen (Da hole ich mir noch eine zweite Meinung ein) und mir wurde, nachdem ich noch ein paar Fragen hatte, die Diagnose gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich leide unter einer Dysthymia (dazu gleich mehr) und einer \u00e4ngstlich-vermeidenden Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung (\u00c4VPS). Sie hat mir sehr wissenschaftlich versucht zu erkl\u00e4ren, was es ist und meine einzige Frage war &#8222;Und das seid meiner fr\u00fchesten Kindheit?&#8220; Und sie bejahte das auf die Dysthymia bezogen.<br>Mein Kopf hat sich erstmal geweigert, dies zu akzeptieren. Wie schon gesagt: Ich bin mit einer anderen Erwartung an die ganze Sache rangegangen. Nach dem Gespr\u00e4ch bin ich erstmal nach Hause gegangen und hab mit meinem Mann geredet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich habe mich viel mit Leuten ausgetauscht und vor allem, sehr, sehr viele Informationen gesammelt und m\u00f6chte, nachdem ich nun die Akzeptanz \u00fcber mich ergehen lassen habe, sofort mit der Aufkl\u00e4rung beginnen. Vor allem, weil ich das wichtig finde und es mir auch hilft, Dinge zu verarbeiten.<br>Also legen wir erstmal mit dem los, was nicht seit meiner Kindheit besteht, und ich sogar recht genau abgrenzen kann f\u00fcr mich.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die \u00c4ngstlich-vermeidende Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung (\u00c4VPS)<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine \u00c4ngstlich-vermeidende Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung zeichnet sich prim\u00e4r dadurch aus, dass man sich selbst sehr gehemmt, unattraktiv und minderwertig f\u00fchlt und aus Angst vor (vor allem negativer) Kritik oder davor verspottet zu werden, soziale Kontakte meidet. Oft f\u00fchlen sie sich unf\u00e4hig, ihre Meinung zu vertreten, und haben sehr oft (Wie auch bei der Dysthymia) das Problem, dass sie sich durch ein Unverstandenf\u00fchlen noch mehr in diese Unf\u00e4higkeitsgef\u00fchle verlieren.<br>Menschen mit einer \u00c4VPS sind meist, auch innerhalb von Gruppen, eher ruhig und zur\u00fcckgezogen und ihnen f\u00e4llt es vor allem sehr schwer nein zu sagen, weil es ihnen negativ ausgelegt werden k\u00f6nnte. F\u00fcr Menschen mit dieser Diagnose sind soziale Kontakte sehr unangenehm und Augenkontakt wird, in vielen F\u00e4llen, so gut es geht vermieden. Wenn soziale Kontakte entstehen, sind Betroffene meist sehr auf Distanz bedacht und qu\u00e4len sich eher durch das Gespr\u00e4ch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor allem halten sie sich in (Gruppen)Gespr\u00e4chen oft mit dem Redefluss zur\u00fcck. Bei mir kommt es tats\u00e4chlich auf das Thema an. Der Rest w\u00fcrde ich sagen, und auch das musst ich mir m\u00fchsam erstmal eingestehen, passt eigentlich \u2026 wie Hatis Faust auf meinem Auge.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Selbsteinsch\u00e4tzung \u00c4VPS<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Entstehung einer \u00c4VPS ist nicht ganz herzuleiten. Es wird viel vermutet, dass es auch genetische Ursachen haben kann (was mich so gar nicht wundern w\u00fcrde). Zus\u00e4tzlich spielen noch negative Einfl\u00fcsse eine sehr gro\u00dfe Rolle. Ich m\u00f6chte jetzt aber nicht Wikipedia runterrattern oder wissenschaftliche Schriften.<br>Eines aber noch vorweg: \u00c4VPS tritt vielleicht bei einem Prozent der Weltbev\u00f6lkerung auf und daher gibt es sehr wenige Therapiebelege. Die meisten Therapien schaffen es, Besserung zu bringen, jedoch nicht wirklich ein Normalniveau der sozialen Kompetenz zu erreichen. Kommen wir nun aber wirklich zur Selbsteinsch\u00e4tzung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Kind mochte ich z. B. noch Umarmungen und K\u00f6rperkontakt. Was aber schon fr\u00fch leicht abnahm, weil ich mich oft von der eigenen Familie abgelehnt gef\u00fchlt habe. Also Gef\u00fchle, die ich entwickelt habe. Im Laufe meiner Jugend hat sich das bereits ge\u00e4ndert. Ich bin zwar noch &#8222;gerne&#8220; weggegangen wie z. B. Discos, Clubs und sowas, aber mit m\u00f6glichst viel Freiraum f\u00fcr mich.<br>Am Ende w\u00fcrde ich sagen, haben viele negative Erlebnisse daf\u00fcr gesorgt, dass die \u00c4VPS sich immer weiter verschlimmert hat. Da war sie ja scheinbar schon immer und w\u00e4re vermutlich besser behandelbar, w\u00e4re ich als Kind diagnostiziert worden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich hab tats\u00e4chlich immer noch das Bed\u00fcrfnis, mal wieder in nen Club zu gehen. Aber die Menschenmassen, die in Berliner Clubs \u00fcblich sind, sind mir zu wider und ich m\u00fcsste schon betrunken dort ankommen, um &#8222;Spa\u00df&#8220; zu entwickeln. Oder ich w\u00fcrde gerne mal wieder in eine Kneipe oder Bar gehen. Aber das Unwohlsein, was diese Krankheit mit sich bringt, ist wie eine un\u00fcberwindbare Mauer. Kino. Kino geht immer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich bin jemand, der Distanz aufbaut aufgrund dieser Krankheit. Das sorgt daf\u00fcr, dass Menschen mich f\u00fcr arrogant halten oder denken ich rede von oben herab mit ihnen. Vor allem, weil ich oft den Augenkontakt meide. Dabei hat das eben andere Gr\u00fcnde. Wenn ich was mache, will ich es gut machen. Ich will mir und (prim\u00e4r Anderen) beweisen, dass ich Dinge kann. Es ist am Ende schon ein wenig \u2026 wie ein Zwang, dem man nicht entkommt.<br>Gerade auf Arbeit wurde mir (nach Projekten oder Pr\u00e4sentationen) oft zugetragen, dass ich wirke, als w\u00e4re ich von oben herab. Das ist aber niemals (!) meine Absicht. Und ich habe oft versucht, daran zu arbeiten. Und jetzt wei\u00df ich auch, warum das nie wirklich geklappt hat, daran zu arbeiten. W\u00e4hrend man bei einer normalen Unterhaltung wenigstens versuchen kann, ein gewisses soziales Niveau zu wahren, ist das bei Vortr\u00e4gen (f\u00fcr mich) schwerer, weil man da seine Arbeit pr\u00e4sentieren m\u00f6chte, in die man viel Zeit und Aufwand reingesteckt hat, und da schaltet was im Kopf um.<br>Man wird forscher und nimmt oft ein Ton an, den man nicht beabsichtigt und ist am Ende \u2026 das arrogante Arschloch, ohne sich dessen bewusst zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich habe mich auch jahrelang gezwungen, Augenkontakte aufrecht zu erhalten, egal wie unangenehm es f\u00fcr mich war. Ihr kennt das: &#8222;Schau mich gef\u00e4lligst an wenn ich mit dir rede!&#8220; Und so. Au\u00dferdem wird es von der Gesellschaft als sehr unh\u00f6flich empfunden, wenn man dem Gespr\u00e4chspartner nicht in die Augen schaut.<br>Ich wei\u00df nicht warum, aber durch Corona habe ich mir das Erzwingen abgew\u00f6hnt. Ich schau jemandem nen paar Sekunden an und dann entweder an der Person vorbei oder ich tu so, als w\u00fcrde ich irgendwas suchen. Oder ich w\u00fcrde was &#8222;wichtiges&#8220; tun. Eben damit Menschen es nicht als unh\u00f6flich auffassen. Ich \u2026 mag es einfach nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Ende erkl\u00e4rt die \u00c4VPS vieles in meinem Leben. Nur wie erkl\u00e4rt man es anderen Menschen? Und vor allem denen, die mit S\u00e4tzen kommen wie &#8222;Geh einfach mehr unter Leute. Du wirst dich schon dran gew\u00f6hnen&#8220;. \u00c4tzend. Ich hasse das.<br>Und das in der Kombination mit dem, was nun kommt, ist das wie ein Gewinn im Lotto. Nur \u2026 ohne Geldaussch\u00fcttung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Dysthymia \u2013 hochfunktionale Depression<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00c4hnlich wie die \u00c4VPS, ist diese Diagnose nicht sehr weit verbreitet. Etwa um die 1,5 % pro Jahr der Weltbev\u00f6lkerung werden damit diagnostiziert. Davon entfallen ca. 3-15 % alleine auf die USA.<br>Eine Dysthymie ist, je nachdem wann sie erkannt wird, eine weitgehend behandlungsresistente psychologische Erkrankung. Durch Therapien und Medikamente kann zwar eine Besserung entstehen, jedoch ist dies selten der Fall und eine Heilung davon leider nahezu ausgeschlossen (je nachdem, ob man einen Fachmediziner oder einen Hom\u00f6opathen fragt). Und das Tragischste daran: Sie ist chronisch. Dazu aber gleich mehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zus\u00e4tzlich ist die Besserung auch davon abh\u00e4ngig, wann sie diagnostiziert wird. Im Kindesalter hat es mehr Erfolg, als \u2026 in meinem Alter oder sogar noch sp\u00e4ter. Die Symptome der Dysthymie werden von Betroffenen als &#8222;Ich bin halt so&#8220; gesehen und auch verinnerlicht. Dementsprechend werden auch im Gehirn Bahnen angelegt, die dieses Empfinden auch dauerhaft \u2026 speichern?<br>Dazu gibt es auch belege (die leider nur Frauen ber\u00fccksichtigen, weil bei Frauen die Krankheit h\u00e4ufiger auftritt als bei M\u00e4nnern), dass PatientInnen mit Dysthymia eine andere Auspr\u00e4gung gewisser Gehirnstrukturen haben als psychisch gesunde Menschen.<br>Am Ende hei\u00dft das: Eine Besserung ist m\u00f6glich, f\u00fcr eine Heilung br\u00e4uchte ich ein neues Hirn. \u00dcbertrieben dargestellt nat\u00fcrlich. Es ist am Ende etwas, mit dem man lebt und sich arrangieren muss und hier auch an seine Mitmenschen appellieren muss, das zu akzeptieren.<br>Kennt ihr das?<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;Hast du schlechte Laune?&#8220;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;L\u00e4chel doch mal?&#8220;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;Geh mal ein wenig raus an die Sonne. Dann geht es dir besser!&#8220;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;Ein bisschen Optimismus k\u00f6nnte dir nicht schaden.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade die schlechte Laune Frage und das mit dem L\u00e4cheln sorgt daf\u00fcr, dass es irgendwann reflexartig vorkommt. Man l\u00e4chelt, weil man jemanden sieht. Man l\u00e4chelt, weil es in bestimmten Situationen erwartet wird. \u00c4hnlich wie mit dem Augenkontakt. Man zwingt sich dazu.<br>Eine Dysthymie ist \u2026 eine andauernde Depression. Sie ist zwar schw\u00e4cher ausgelegt, als die meisten anderen Depressionen, aber daf\u00fcr ist die Laufzeit oft mehrere Jahre lang oder wie in meinem Fall \u2026 f\u00fcr immer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dysthymie betroffene haben ein sehr geringes selbstwertgef\u00fchlt, sind oft ersch\u00f6pft, haben einen sehr schlechten Schlaf und sehr wenig Energie und Freude. Selbst allt\u00e4gliche Unternehmungen sorgen nicht daf\u00fcr, dass man erheitert wird oder so. Es ist quasi ein Dauerzustand der Traurigkeit. Das w\u00e4re es stark vereinfacht ausgedr\u00fcckt.<br>Betroffene mit einer Dysthymie weisen oft folgende Merkmale auf (Danke an Psych2Go DE auf YT die eine vereinfachte Erkl\u00e4rung in einem Video) und auf mich treffen leider alle zu. Ich werde auch mein Verhalten erkl\u00e4ren zu den einzelnen Punkten:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Sorgen um die Zeit<br>Da kann mein Mann ein Lied von singen, wie oft ich mich dar\u00fcber beschwere, keine Zeit zu haben und dass alles, was ich mache, doch am Ende Zeitverschwendung ist. Das ist bei mir sehr ausgepr\u00e4gt und es gibt nur sehr weniges, worin ich keine Zeitverschwendung sehe. Dieser Blog z. B.. Ich behaupte, dass ich mit diesen Inhalten zur Aufkl\u00e4rung vieler Menschen Beitragen kann.<br>Aber generell, egal was ich tu, sehe ich Zeitverschwendung dahinter. Selbst schlafen ist f\u00fcr mich Zeitverschwendung. Wenn nicht sogar die Gr\u00f6\u00dfte.<\/li><li>Selbstkritik<br>Betroffene kritisieren ALLES was sie tun. Ich bin z. B. ein Mensch der Dinge ausprobiert. Immer wieder. Aber ich kritisiere mich selbst so scharf, dass ich kaum was durchziehe. Oder gar zu Ende bringe.<br>Das kommt von dem Gef\u00fchl, nicht gut genug zu sein. Nicht das zu sein, was man selbst von sich erhofft\/erwartet. Viele Betroffene treibt dies an ungesunde Grenzen. Ich bin tats\u00e4chlich einer \u2026 der Dinge dann einfach fallen l\u00e4sst (zum Gl\u00fcck, sei an dieser Stelle gesagt).<\/li><li>Alles zerdenken<br>Das wurde mir auch schon so oft gesagt und ich sage das auch oft zu anderen. Aber in meinem Fall trifft es das sehr, sehr gut: Ich denke solange \u00fcber etwas nach, egal wie sinnvoll es ist, oder eben nicht, dass es mir den Schlaf raubt.<br>Als Hati zum Beispiel das erste Mal hier war, hab ich mich selbst so weit in Panik gebracht, dass ich mich vor seiner Ankunft gedanklich schon im Schlafzimmer verbarrikadiert sehen habe. &#8222;Was w\u00e4re wenn\u2026 und dann wenn doch\u2026&#8220;. Das sind Gedankeng\u00e4nge, die einen Strudel erschaffen, aus dem man es kaum heraus schafft.<\/li><li>Missverst\u00e4ndnisgef\u00fchle<br>In dem Video von Psych2Go DE wird das sehr runtergebrochen auf die Krankheit. Aber es ist tats\u00e4chlich ein generelles Problem der Betroffenen. Man f\u00fchlt sich oft und schnell unverstanden oder missverstanden. Sei es in Unterhaltungen, oder in Taten. Ich hab das z. B. \u00f6fter auf arbeit. Ich erkl\u00e4re meine Sicht von etwas und sto\u00dfe auf Blockaden oder mir wird zu verstehen gegeben (vielleicht auch unabsichtlich) dass mein Denken falsch ist.<br>Das sorgt daf\u00fcr, dass man sich irgendwann noch weiter zur\u00fcckzieht. Besonders im Zusammenhang mit der \u00c4VPS. Dazu aber sp\u00e4ter noch mehr.<\/li><li>Das Meer der Traurigkeit<br>Als Dysthymie-Erkrankter bist du die meiste Zeit, oder in schweren F\u00e4llen fast immer, traurig. W\u00e4hrend man bei den meisten anderen Depressionsarten sagen kann &#8222;Ich war das letzte Mal dann und dann traurig&#8220; ist es bei Betroffenen einer Dysthymie eher so, dass man sagt &#8222;Ich kann mich nicht daran erinnern, gl\u00fccklich gewesen zu sein&#8220;.<br>Bei mir ist das dann, da ich mich ebenfalls nicht daran erinnern kann, ein &#8222;Ich war das letzte Mal zufrieden am \u2026 weil.&#8220; Es ist eine nie endende, mal schw\u00e4cher und mal st\u00e4rker ausgepr\u00e4gte, Traurigkeit. Eine .. missmutige Stimmung, die sich nicht beseitigen l\u00e4sst, egal was man tut.<\/li><li>Ungesunde Bew\u00e4ltigung<br>Erkrankte versuchen nat\u00fcrlich mit ihrem Leben und ihrer (oft noch unbewussten Krankheit) zurechtzukommen. Dennoch versuchen Betroffene irgendwie den Kopf abzuschalten. Viele Betroffene geraten dadurch in eine Alkohol- oder Drogensucht.<br>Ich habe bei schlimmeren Phasen ein gest\u00f6rtes (aber nicht krankhaft gest\u00f6rtes) Essverhalten. Sogenannter \u00dcberappetit. Ich m\u00f6chte fettiges Essen und das tu ich dann auch. Auch in dem Wissen, dass ich danach ein schlechtes Gewissen habe, weil ich wieder fettiges gegessen habe. Es ist weniger geworden. Aber ganz abschalten kann ich das leider nicht.<br>Aber auch das Gegenteil kann der Fall sein. Unterappetit. Manche Erkrankten h\u00f6ren auf zu essen. Das \u00fcber einen langen Zeitraum, was auch sehr ungesund und sogar zu schlimmeren Krankheiten f\u00fchren kann.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich gibt es noch mehr ungesunde Bew\u00e4ltigungsmethoden. Ich habe mich hier aber auf die beschr\u00e4nkt, die am g\u00e4ngigsten sind oder mich betreffen.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"7\"><li>Ungesunde Zeitvertreibe<br>F\u00fcr Betroffene erscheinen Aktivit\u00e4ten, wie Serien durchschauen, sich in Spielen zu vergraben absolut normal. Genauso wie alle anderen genannten Punkte. Schlie\u00dflich bestreiten sie ihr Leben ja auch wie alle anderen.<br>Es ist ihre Flucht von der Realit\u00e4t, die ihnen das Leben so schwer macht. Und vor allem versuchen sie, der Krankheit ein wenig zu entkommen. Es mag ungesund erscheinen f\u00fcr andere. F\u00fcr Betroffene sind es allerdings Mittel, in nicht noch tiefere Depressionen zu fallen.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dem Video wurde es gut beschrieben: Erkrankte f\u00fchlen sich oft taub und manchmal so, als w\u00fcrden sie nicht in die Welt passen, weil andere nicht so sind. Andere Lachen, Freuen sich, Verlieben sich. Und uns Betroffenen bleibt am Ende nur der Schleier, der uns traurig macht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einher mit einer Dysthymie gehen, wie schon erw\u00e4hnt, (Alles in meinem Fall) erh\u00f6hter Appetit, Schlafst\u00f6rungen, Ersch\u00f6pfung und wenig Energie, verringertes Selbstvertrauen, verringertes Konzentrationsverm\u00f6gen (was in meinem Fall immer schlimmer wird, je weniger mich etwas interessiert) und Schwierigkeiten Entscheidungen zu treffen und zu guter Letzt oft langanhaltende Hoffnungslosigkeit oder Pessimismus.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das ist doch normal \u2026<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dachte ich. Ich dachte wirklich, dass das, was ich bin, normal w\u00e4r. Mein ganzes Leben. Und so geht es vielen Betroffenen. Man hat bei Depressionen immer an diese klassischen Beschreibungen gedacht. Tod ungl\u00fccklich. Oft auch mit einem Hang zum suizid. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass meine permanent gedr\u00fcckte Stimmung wirklich ein Krankheitsbild.<br>&#8222;Ich bin so.&#8220; Dachte ich immer und am Ende ist es auch so. Ich bin so und am Ende werde ich so bleiben. Am Ende hat sich Roswitha also als eine wirklich existierende Krankheit herausgestellt, ohne das vorher zu wissen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich habe auch ein paar Betroffene einer Dysthymia gefunden und ich wollte euch etwas zitieren, was ich im Nachhinnein sehr \u2026 passend finde, gerade auf Roswitha bezogen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Ja, absolut richtig \u2026. Die Dysthymie ist ein richtiges Mistst\u00fcck. Weil sie eben immer da ist, dich aber &#8222;Irgendwie, gerade noch so, aber niemals erf\u00fcllend oder gar gl\u00fccklich, leben l\u00e4sst.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zus\u00e4tzlich beschreibt dieses Zitat auch ziemlich treffend, worum es bei der Dysthymie geht. Niemals gl\u00fccklich zu sein. Aber was ist das nun alles zusammen? Ich sag es euch.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Double Depression<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Dysthymie kommt selten allein. Oft tritt sie zusammen mit einem anderen psychologischen Krankheitsbild auf. Das Interessante daran: Es kann jedes sein. Und daher ist jede Dysthymia auch irgendwie einzigartig.<br>Es gibt Tage innerhalb eines Jahres, an denen ich es nicht schaffe aufzustehen. Und selbst wenn ich es schaffe, bin ich dann z. B. auf der Couch wie festgeklebt. Nichts k\u00f6nnte mich an diesen Tagen dazu bewegen, irgendwas zu tun. Ich f\u00fchl mich schwach, nutzlos, unf\u00e4hig etwas zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann spricht man von einer Double Depression (Doppel Depression). Die \u00c4VPS kann n\u00e4mlich durchaus episodisch sein und am Ende und in Verbindung zusammen mit der Dysthymia f\u00fcr ein totalen Knockout sorgen.<br>Es gibt Jahre, da tritt das \u00f6fter auf und dann gibt es Jahre, wo das nur ein oder vielleicht zwei Mal auftritt. Das ist auch eine Zeit, wo man sich unendlich leer f\u00fchlt. Nicht die Leere, die ich mir sonst w\u00fcnsche, weil mein Kopf \u00fcberladen ist. Sondern eine unangenehme Leere. Hilflosigkeit trifft es f\u00fcr mich, glaube ich ganz gut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Selten, zumindest bei mir, kommt es auch vor, dass es einen l\u00e4ngeren Zeitraum in Anspruch nimmt. Da hat auch mein Mann ein wenig mit mir zu k\u00e4mpfen, weil ich generell lustlos bin. Und das tut mir immer besonders leid, wenn wir dann z. B. was machen, und ich eher anteilnahmslos bin.<br>Und ich habe immer Angst, dass das irgendwas \u00e4ndern. Jobverlust z. B., oder dass mein(e) Partner sich von mir abwenden. Es ist am Ende eine \u00dcberflutung aller \u00c4ngste, \u00fcber die ich schonmal gesprochen habe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich habe mir auch einmal die M\u00fche gemacht, und eine Grafik, die auch mir in weniger sch\u00f6n gezeigt wurde, erstellt um euch das ganze mal zu verdeutlichen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.g-wie-gerry.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/DiagrammDysthymia-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7810\" width=\"750\" height=\"750\" srcset=\"https:\/\/g-wie-gerry.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/DiagrammDysthymia-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/g-wie-gerry.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/DiagrammDysthymia-300x300.jpg 300w, https:\/\/g-wie-gerry.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/DiagrammDysthymia-150x150.jpg 150w, https:\/\/g-wie-gerry.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/DiagrammDysthymia-768x768.jpg 768w, https:\/\/g-wie-gerry.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/DiagrammDysthymia.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#00ff08\" class=\"has-inline-color\">gr\u00fcne <\/mark>Linie stellt den Stimmungsverlauf eines psychisch gesunden dar. Mal ist man gut drauf, mal weniger gut. Ein Auf und Ab ohne signifikante spitzen nach unten.<br>Die <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#ff0000\" class=\"has-inline-color\">rote <\/mark>Linie ist die Durchschnittsdepression, wie es oft auch beschrieben wird. Man hat einen Verlauf der eines psychisch gesunden Menschen, jedoch geht es episodisch nach unten.<br>Wie oben erw\u00e4hnt, k\u00f6nnen diese Personen oft genau bestimmen, wann sie einmal depressiv waren.<br>Die <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#00eeff\" class=\"has-inline-color\">blaut\u00fcrkise <\/mark>Linie w\u00e4re ein Dysthymie-Betroffener. Eine permanente, d\u00fcstere Stimmung ohne eine Verbesserung nach oben.<br>Und die <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#cc00ff\" class=\"has-inline-color\">violette <\/mark>Linie ist \u2026 Gerry. Dies ist dann eine Doppeldepression wie oben beschrieben. Man bewegt sich immer in der Depression und f\u00e4llt episodisch in ein Loch, um an ende wieder in der permanenten Depression zu landen. Es gibt keinen Weg direkt nach oben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend z. B. Witze daf\u00fcr sorgen, dass Menschen eine Weile davon erheitert werden k\u00f6nnen, ist es bei Dysthymie-Erkrankten etwas anders (vor allem aus eigener Erfahrung): Ich z. B. kann mich totlachen. Ich kann Dinge urkomisch finden. Aber erheitern tut mich das null. Ich bin nach dem Lachen innerhalb weniger Augenblicke wieder in meiner D\u00fcsternis.<br>Und aus Erfahrung kann ich sagen \u2026 das es die H\u00f6lle ist. Diese Kombi sorgt auch daf\u00fcr, dass kleine \u00c4nderungen in gewohnten Situationen, mich aus der Bahn werfen. Ich hab daf\u00fcr ein kleines Beispiel:<br>Auf der Arbeit, arbeiten wir mit sogenannten Backends. Also Arbeitsoberfl\u00e4chen, in denen wir viele Dinge tun k\u00f6nnen. Einmal wurde ein Eingabefenster verschoben. An den rechten Bildschirmrand. Das hat mich ein Tag komplett rausgehauen (und ich habe alles versucht, es mir nicht anmerken zu lassen). Und ich brauchte \u00fcber eine Woche, um mich daran zu gew\u00f6hnen. Und es war anstrengend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und am Ende gibt es da kein raus. Gerade meine Kombination ist echt \u2026 schlimm (pers\u00f6nliches Empfinden). Beides ist schwer therapierbar und nicht heilbar. Das hei\u00dft \u2026. ach dazu komme ich sp\u00e4ter noch. Aber glaubt mir bitte, wenn ich sage, dass ich den Jackpot gezogen habe. Aber ich bin mir sicher, dass es anderen noch schlimmer ergeht.<br>Aber \u2026 es gibt noch mehr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Pr\u00f6bchen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich habe einmal in einem anderen Kontext, einen witzigen Spruch bekommen. Ich wandle ihn aber etwas um und gebe ihn an euch weiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Mit den Sonderproblemen ist es so: Es ist wie in einer Parf\u00fcmerie. Du kaufst deine Depressionserkrankungen und kriegst noch weitere Problemchen als Pr\u00f6bchen mit ins T\u00fctchen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Ende flie\u00dft das Folgende mit in die Dysthymia ein. Ich habe im Vergleich zum Durchschnittsmenschlein eine erh\u00f6hte Impulsivit\u00e4t. Dies sorgt unter anderem daf\u00fcr, dass ich mich schnell aufrege und innerlich sehr schnell auf 180 bin. Gerade das ist (f\u00fcr mich) sehr schwer zu kontrollieren.<br>Zus\u00e4tzlich kostet das aber auch sehr viel Kraft, diese Impulsivit\u00e4t in Zaum zu halten. Gerade dann, wenn ich mich unverstanden f\u00fchle und sich Menschen keine M\u00fche geben, mich verstehen zu wollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich denke, \u00fcber meine \u00c4ngste habe ich schon genug philosophiert und sogar riesige Projekte daraus gemacht, daher \u00fcberspring ich den Teil einfach.<br>Eine gro\u00dfe Unsicherheit im Sozialkontakt geh\u00f6rt ebenfalls zu diesen Pr\u00f6bchen. Es gibt bei mir tats\u00e4chlich momente, wo ich \u00fcberlege &#8222;Schreibst du diese Person wirklich an? W\u00e4re sie \u00fcberhaupt interessiert an einer Konversation?&#8220;. Und das nur digital. Im Reallife ist das noch schlimmer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andere Probleme, wie z. B. das Verstehen anderer Menschen (gerade Mimik und Gestik) sind auch vorhanden. Oder das Wiedergeben des eigenem Inneren an Dritte. Das betrifft auch, dass man sich verst\u00e4ndlich mitteilt. Ich bin oft forsch, vorpreschend und, zumindest vermittelt mir man oft das Gef\u00fchl, missverst\u00e4ndlich.<br>Am Ende \u2026 h\u00e4tte ich auf diese Pr\u00f6bchen verzichten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie geht es nun weiter?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der Diagnose wurde mir geraten eine\/n TherapeutIn aufzusuchen. Mit Betonung darauf, dass diese\/r eine Approbation hat. Witzig. Ich hab fast lachen m\u00fcssen. Es ist schon schwer, \u00fcberhaupt TherapeutInnen zu finden. Die Suche nach eines\/r TherapeutIn, ist eher wie eine Suche einer Nadel \u2026 in 20 Heuhaufen. Zumindest in Berlin.<br>Ich wei\u00df aber, dass ich das in Berlin nicht mehr machen werde. Wir haben uns ja entschlossen, dieses Jahr umzuziehen. Und ich m\u00f6chte mir nicht den Stress der Suche und auch einer etwaigen Therapie an sich, antun und mit in den Umzug ziehen. Nachher m\u00fcssen die Jungs alles alleine machen, weil ich nicht hochkomme. Ich hab so schon Angst vor genau dieser Situation.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zus\u00e4tzlich w\u00e4re es sinnlos, hier eine Therapie anzufangen und dann in nem halben Jahr nochmal von vorne anzufangen. Das wirkt jetzt schon \u2026 sehr stressig. Wenn es nach mir ginge, w\u00fcrde ich mir eine Auszeit nehmen. Ausschlafen (auch wenn das Zeitverschwendung ist, scheine ich das n\u00f6tig zu haben).<br>Mein Energiehaushalt ist aktuell absolut im Keller. Das hat alles viel gekostet. Die Dysthymia ist so schon sehr Energiegefr\u00e4\u00dfig (Sie ist eine Energiehure). Die letzten Wochen waren zehrend. Und die letzten Tage haben mich komplett ausgesaugt.<br>Und ich habe mich auch noch dem Beef gewidmet und jetzt noch dieser Blog mit tausenden Worten. Ich bin einfach nur fertig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich werde aber f\u00fcr mich nochmal schauen, ob ich das Zeichnen etwas motivierter angehe. Denn in der Zeit, wo ich aktiv gezeichnet habe, war alles etwas besser. Ich versuche, mir mein Setting daf\u00fcr noch etwas zu optimieren, um gegen den Missmut und der eigenen Faulheit entgegenzuwirken.<br>Ich werde sicher irgendwann einen Therapeuten aufsuchen, aber ich hab f\u00fcr mich erstmal andere Wege geplant.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die positiven Seiten der Medaille<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vieles, was schlecht ist, kommt oft auch mit positiven Seiten, die gerade dann zum Vorschein kommen, wenn man sich mit Menschen vernetzt, die \u00e4hnliche oder noch tiefergehende Probleme haben. Gerade auch bei Diagnosen.<br>Ich habe einen sehr ausgepr\u00e4gten Gerechtigkeitssinn (der manchmal auch etwas \u2026 zu intensiv kickt). Diskriminierung, Benachteiligung und sowas, sind f\u00fcr mich ein rotes Tuch, auf was ich in 99% aller F\u00e4lle anspringe. Wie ein w\u00fctender Bulle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich muss mich nicht mehr daf\u00fcr sch\u00e4men, dass ich &#8222;Undankbar&#8220;, &#8222;unfreundlich&#8220; oder &#8222;Asozial&#8220; bin. Am Ende (und auch wenn das wie eine billige Entschuldigung klingt) kann ich nichts daf\u00fcr. Und ich habe mir jetzt zwei Tage lang Zeit genommen, das zu verstehen.<br>Die Scham wird nat\u00fcrlich nie enden. Aber ich muss mich deswegen nicht mehr schlechter f\u00fchlen, als ich mich so schon f\u00fchle. Ich habe dem Monster im Kopf einen Namen gegeben gehabt. Roswitha. Und nun hat das Monster auch noch eine Gestalt. Und das ist beruhigend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich habe endlich ein Werkzeug, Menschen aufzukl\u00e4ren, die Probleme mit mir haben. Ich kann sagen &#8222;Hey. Das hat folgenden Grund\u2026&#8220;. Nat\u00fcrlich erleichtert das nichts. Ich werde in Zukunft noch die gleichen Probleme und Herausforderungen haben, wie jetzt auch.<br>Aber ich kann nun besser damit arbeiten. Und ich habe andere Entscheidungen gefestigt. Neue getroffen und ich hoffe, dass mein eigener Drang, in das Nichtstun abzudriften, mir nicht dazwischen kommt. Der war in den letzten Jahren doch sehr \u2026 pr\u00e4sent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und was vielleicht auch wichtig ist \u2026 Ich bin durch die Erkrankungen nat\u00fcrlich das perfekte Mobbing-Opfer (gewesen). Da hab ich f\u00fcr mich auch vieles erkennen k\u00f6nnen. Das rechtfertigt Mobbing dennoch nicht. Und wird es auch nie. Aber \u2026 sind wir ehrlich: Ich war leichte Beute. Aber dennoch \u2026<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vergangene Kontakte<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vorweg: Ihr braucht kein schlechtes Gewissen haben. Ihr wusstet es nicht. Ich wusste es nicht. Niemand wusste es. Aber ich kann jetzt manche &#8222;Akten&#8220; schlie\u00dfen. Oft habe ich mich ja gefragt, warum Menschen mein Leben verlassen haben. Vor allem die \u00c4VPS erkl\u00e4rt da megaviel.<br>Es gibt zwei Subtypen in der \u00c4VPS. Und ich habe beide durch. Fr\u00fcher war ich nachgiebig-ausnutzbar. Ich f\u00fchlte mich von anderen ausgenutzt oder wurde sogar ausgenutzt, was noch aktuelle Problem erkl\u00e4rt. Weil ich blind gegen\u00fcber diese Anzeichen war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich glaube, das hat mich 25 Jahre lang begleitet, zu genau diesem Typus zu geh\u00f6ren. Inzwischen w\u00fcrde ich sagen, dass ich zum &#8222;K\u00fchl-distanziert&#8220; Subtyp geworden bin. Ich bin sehr misstrauisch geworden. Besonders, wenn man Dinge von mir m\u00f6chte.<br>Ich wei\u00df nicht, ob es \u00fcblich ist, beide Subtypen zu durchlaufen. Bei mir ist es halt so.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oft haben Personen (darunter mir auch sehr wichtige Personen, die ich irgendwie sogar noch vermisse) mir den R\u00fccken gekehrt, weil ich immer so negativ bin. Weil ich alles eher grau-schwarz, statt in wei\u00df, betrachte.<br>Weil ich mit meinen negativen Gedanken vorsto\u00dfe. Weil Leute diesen dunklen Fleck namens Gerry in ihrem Leben nicht mehr akzeptieren konnten. Ich versteh das nun sogar. Auch wenn ich weiterhin der Meinung bin, dass toxische Positivit\u00e4t ein gro\u00dfes Problem darstellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt ein oder zwei Kontakte, bei denen ich mir denke, es w\u00e4re nice, wenn die wieder entstehen und die Menschen vielleicht verstehen, dass ich nun mal so bin und sich das nicht in einem Wimpernschlag, und vielleicht auch niemals, \u00e4ndern l\u00e4sst. Aber ich glaube nicht dran.<br>Zus\u00e4tzlich werden sich auch die falschen Menschen davon angesprochen f\u00fchlen. Also wenn ich euch nicht antworte \u2026 ihr geh\u00f6rt nicht dazu.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was hilft nicht? Wie gehen wir nun damit um?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Es tut mir Leid f\u00fcr dich&#8220; \u2026 Das darf es. Aber \u2026 es hilft nicht. Mitleid zu bekunden, wenn man etwas nicht nachvollziehen kann, dient am Ende doch nur einem selbst, damit man sich besser f\u00fchlt. Den Betroffenen hilft das so gar nicht und am Ende f\u00fchlt man sich (in meinem Fall zumindest) schlecht, weil man jemanden vielleicht sogar traurig gemacht hat.<br>Auch Dinge wie Positiv\u00e4t oder Hoffnung aufzwingen wollen ist absolut nicht hilfreich. Diese Krankheitskombination erlaubt es quasi nicht, die Hoffnung und Positivit\u00e4t aufzunehmen. Oder sogar wahrzunehmen. Und egal wie sehr es eine Person versucht Vertrauen in eine hoffnungsvolle Zukunft zu s\u00e4en, f\u00fchrt es eher dazu \u2026 dass man das Gespr\u00e4ch, oder bei einer dauerhaften Beschallung, den Kontakt reduziert und beendet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich versuchte bisher das immer zu vermeiden. Also den Kontakt zu beenden. Das hatte sich oft von allein erledigt (siehe letzter Abschnitt). So hart es klingt: In Anbetracht der Fakten bzgl. Therapierbarkeit, geschweige denn einer Heilung, existiert keine Hoffnung. Bzw. ich sehe sie nicht und kann es auch nicht.<br>Ihr d\u00fcrft gerne Hoffnung haben. Das verbietet euch keiner. Aber zwingt sie mir (und eventuell auch anderen Betroffenen, denen ihr begegnet) nicht auf. Das ist Zeit- und Energieverschwendung. F\u00fcr beide Seiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch das Aufzwingen etwas zu tun (zum Beispiel, zu sagen, dass man sich sofort therapieren lassen soll) ist kontraproduktiv. Ich habe mein Tempo. Ich will mein Tempo selbst bestimmen. Das &#8222;Bereitsein&#8220; etwas zu tun muss von mir kommen. Ich muss die Entscheidung treffen, eine Therapie zu beginnen. Einen Sport zu betreiben. Ein Hobby zu finden. Und und und.<br>Man darf mir nicht das Recht absprechen, selbst Entscheidungen zu treffen, was diese spezielle Thematik angeht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Und nun?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich habe nun viel geschafft. Ich habe vieles, was Jahre vor mich hingeschoben wurde, in den letzten Jahren in Angriff genommen. Ich habe mir einen kleinen, aber feinen, Freundeskreis aufgebaut. Ich habe meinen Namen ge\u00e4ndert. Amtlich mit Urkunde. Und ich habe nun eine Diagnose.<br>Aber jetzt \u2026 bin ich erstmal M\u00fcde. Und ich muss irgendwie hinkriegen, dass ich genug Energie im Kopf sammele, f\u00fcr das, was noch ansteht. Der Umzug allem voran.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich m\u00f6chte f\u00fcr mich jetzt erstmal etwas Ruhe einkehren lassen. Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden verbringen. Das Thema selbst wird noch viele Male in diesen Kontakten auftauchen. Und ich hoffe, dass ihr alle daf\u00fcr Verst\u00e4ndnis habt. Aber ich m\u00f6chte erstmal nicht weiter auf Ver\u00e4nderungen dr\u00fccken. Ich brauch eine Pause.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich werde mich bzgl. der beiden Erkrankungen weiter belesen. Mich weiterbilden, um vielleicht auch Wege zu finden, es einfacher zu erkl\u00e4ren. Ich werde lernen, damit umzugehen. Und vor allem werde ich versuchen, meinem Umfeld auch vern\u00fcnftig gegen\u00fcberzutreten, um das nahe zu bringen und aufzukl\u00e4ren.<br>Ich habe zwei Krankheiten, die man nicht sieht. \u00c4u\u00dferlich bin ich (vielleicht etwas zu fett) gesund. Naja. Bis auf Kleinigkeiten wie meine Akne oder mein Ekzem. Aber meinen Kopf werdet ihr nie sehen k\u00f6nnen. Das Chaos. Die \u00c4ngste. Die immerw\u00e4hrende Dunkelheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich werde weiter aufstehen. Weiter meine Schritte tun. Egal wie oft ich hinfalle. Ich werde mit den Krankheiten Leben und weiter mein Leben bestreiten, bis ich es vielleicht irgendwann nicht mehr kann. Und das sollte ich mir bewusst sein und auch meine Familie: Das kann irgendwann passieren.<br>Und es liegt an meine Familie und meinen Freunden, ob sie mich weiterhin begleiten m\u00f6chten. Ihr seht einen Gerry, der grummelig ist. Ihr m\u00f6gt (oder hasst) ihn. Und nun wisst ihr auch, dass ich krank bin. Im Kopf. Mit Krankheiten, bei denen viele Menschen meinen, ein bisschen Sonnenschein k\u00f6nnte sie heilen. Oder sogar verweigern, sie zu akzeptieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn ihr fragen habt: Fragt. Wenn ihr dar\u00fcber mit mir reden wollt: Redet mit mir. Danke. Danke an alle, die in den letzten Wochen so sehr f\u00fcr mich da waren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerry<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Click here for english version Wichtiger Hinweis: Ich habe alles nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und vor allem meine [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":7811,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-7809","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-old"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7809","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7809"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7809\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12699,"href":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7809\/revisions\/12699"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7811"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7809"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7809"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7809"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}