{"id":2693,"date":"2020-07-28T09:34:01","date_gmt":"2020-07-28T07:34:01","guid":{"rendered":"http:\/\/g-wie-gerry.de\/?p=2693"},"modified":"2025-12-11T11:28:14","modified_gmt":"2025-12-11T10:28:14","slug":"angst-8-selbstaufgabe-wenn-man-sich-selbst-verliert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/angst-8-selbstaufgabe-wenn-man-sich-selbst-verliert\/","title":{"rendered":"ANGST #8: Selbstaufgabe &#8211; Wenn man sich selbst verliert"},"content":{"rendered":"<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color\"><a href=\"https:\/\/bit.ly\/DGfear08\">Click here for english version<\/a> <span class=\"has-inline-color has-white-color\">SELBSTAUFGABE<\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Habt ihr bei den letzten Tagen harten Stoff erwartet? Ich glaube ich muss euch entt\u00e4uschen: Der h\u00e4rteste Stoff ist bereits erledigt. Das meiste wird zwar recht seicht, aber mir ist es dennoch wichtig, die dinge einmal irgendwie zu \u201ePapier\u201c zu bringen.<br>Und damit herzlich willkommen zu #8.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Mit <a href=\"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/angst-6-stillstand-vor-angst-gelaehmt\/\"><span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">#6<\/span><\/a> haben wir einen Kreislauf begonnen, der sich nun bis zum Ende des Projekts zieht. Denn meines Erachtens ist die Selbstaufgabe, unter anderem, ein Ergebnis des Stillstands und der Versagensangst. Denn was ist, wenn man sogar aufh\u00f6rt an sich selbst und an das was man tut zu glauben?<br>Man gibt sich selbst auf. Selbst wenn einem Gedanken \u00fcber neue M\u00f6glichkeiten in den Kopf kommen, ist man nicht mehr gewillt, diese Aktiv auszuarbeiten. Sei es eine \u00c4nderung im Leben, in den Hobbies oder anderweitig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Man sitzt im Kopf in einer Ecke, zusammengekauert und brabbelt wirres Zeug vor sich hin und w\u00fcnscht sich, dass man sich genau so auch im echten Leben verkriechen k\u00f6nnte. Was habt ihr nun f\u00fcr ein Bild im Kopf? Ein kleinen Jungen, der Angst hat ins Leben zu gehen? Oder doch eher einen verr\u00fcckten in einer Gummizelle der mit den H\u00e4nden die Knie h\u00e4lt und hin und her wippt?<br>Wie w\u00e4re es mit einer Mischung aus beidem? Das w\u00fcrde auf mich zutreffen. Es gab und gibt auch noch Zeiten, wo sich genau das abspielt. In meinem Kopf. Meinen Gedanken. Ich sitze da und bringe nichts mehr zu Stande au\u00dfer eines.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Ich denke, dass es Leser gibt die denken, dass dieses gesamte Projekt auch von einem Hochschulabsolventen der Akademimimi sein k\u00f6nnte. Jemand der sich hier selbst in Selbstmitleid ertr\u00e4nkt. Und \u2026 Irgendwie ist es gar nicht so falsch. Allerdings bitte ich, darum weiterzulesen. Denn dieses Projekt zeigt so viel mehr. Und am Ende werdet ihr vielleicht auch sehen was. Vielleicht auch nicht. Aber das ist mir dann tats\u00e4chlich egal.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Aber ja. Ich bringe nur noch Selbstmitleid zu Stande. Ich mimimi an jeder Stelle, die mir zur Verf\u00fcgung steht. Einfache bekannte. Freunde. Beste Freunde. Einfach \u00fcberall. Ich suhle mich in diesem Gef\u00fchl und moniere, wie schlecht die Welt doch ist. Und mir ist durchaus bewusst, dass sie es nicht ist. Ich lebe ganz gut. Ich habe einen tollen Mann. Einen wundersch\u00f6nen und liebevollen Kater. Die besten Freunde die man haben kann.<br>Aber was ist, wenn das alles trotzdem nicht hilft und man weiter glaubt, man sei nichts wert? Ich habe irgendwann angefangen mir selbst mit Mantren auf die nerven zu gehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">\u201eDu hast ein gutes Leben!\u201c<br>\u201eDu wirst den Tag rocken!\u201c<br>\u201eAlles ist gut. Hab keine Angst.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Besonders das letzte Mantra hilft mir, morgens aufzustehen. Nicht immer. Aber meistens. Meine innere Kommunikation in dieser Selbstaufgabe ist motivierender, als ihr vielleicht denkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Vor einigen Monaten hatte ich eine Woche, da war es echt schlimm. Ich kam nicht hoch. Ich war total schwerf\u00e4llig und mir fehlte die Kraft. Medizinisch betrachtet droht ein Burnout aufgrund vieler Faktoren im Leben, weshalb ich vieles generell beiseitegelegt habe. F\u00fcr mich jedoch ist es genau diese Selbstaufgabe.<br>Ich habe im Laufe dieser einen Woche mit mir selbst gearbeitet. Und ich machte jeden Tag fortschritte. Ich stand schneller auf. Machte Kleinigkeiten, um mich selbst besch\u00e4ftigt zu haben. Ich redete innerlich mit mir selbst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">\u201eGerry. Komm steh auf. Du packst den Tag. Ich verspreche dir, dass du dich heute Abend wieder hinlegen darfst.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Seitdem ist dieser Satz ein Begleiter geworden. Immer noch hab ich diese Momente, dass ich morgens einfach nicht aufstehen will. Es wehrt sich innerlich etwas dagegen. Und dann sage ich ein paar mal diesen Satz und es geht einigerma\u00dfen. Ich stehe auf\u2026 Um mich im Wohnzimmer f\u00fcr mindestens ne halbe Stunde hinzusetzen und auf mein Handy zu starren.<br>Ich sehe hier ebenfalls den Stillstand. Und die Selbstaufgabe. Ich brauche diese Zeit. Manchmal ist es ne halbe Stunde. Manchmal eine Stunde. Selten aber auch nur 10 Minuten. Aber all diese Zeitspannen ber\u00fccksichtige ich in meiner Tagesplanung aktuell. Ich k\u00e4mpfe, wie dieses Blogprojekt beweist, gegen die Selbstaufgabe so gut ich kann. Und mein Tagesplan sieht das auch klar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Ich stehe um sp\u00e4testens 8:15 Uhr auf. Der erste Wecker klingelt 7:55 Uhr. Inzwischen reichen diese zwanzig Minuten inzwischen aus, um mich selbst zum Aufstehen zu motivieren. Vor ein paar Monaten hat das \u00fcber eine Stunde gedauert. Dann setze ich mich auf die Couch und spiele meine Daylies in meinem Spiel aus. Scrolle durch Facebook und tippe dumm auf meinem Handy rum.<br>Meist gehe ich dann gegen kurz vor 9 Uhr ins Bad und erledige Dinge. Klo. Z\u00e4hneputzen. All sowas. Dann setze ich mich noch einmal f\u00fcr ein paar Minuten hin. Meist, bis mein Mann sich an seinem PC setzt, um zu arbeiten. Dann gehe ich ins Schlafzimmer. Oh wie verlockend doch das Bett ist. Aber ich habe euch dieses Projekt versprochen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Also setze ich mich an den PC. Ich verschaffe mir einen \u00dcberblick \u00fcber das, was ich schon geschrieben habe, erstelle den neuen Blog-Post, damit ich ihn zwischen 11 und 12 Uhr ver\u00f6ffentlichen kann und setze mich an die n\u00e4chsten Beitr\u00e4ge. Diesen hier hab ich zum Beispiel am Freitag geschrieben.<br>Zwei Beitr\u00e4ge sp\u00e4ter, gehe ich in die K\u00fcche und hol mir entweder ne Kleinigkeit zum essen oder mache Fr\u00fchst\u00fcck. Dann schau ich meinen Youtube Feed bis ca 12:15 Uhr durch. Dann ruft die Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Ich denke, dass ich nicht erkl\u00e4ren muss, was ich von 12:30 &#8211; 21 Uhr mache. Arbeiten nat\u00fcrlich. Aber eine Kleinigkeit ist zu erw\u00e4hnen. Weil mir vieles schwerfiel, habe ich mir im Homeoffice angew\u00f6hnt, mich in der Pause hinzulegen. Einfach Ruhen. Etwas d\u00f6sen. Zu Sicherheit stelle ich aber auch da ich zwei Wecker, damit ich wieder hochkomme. Und das geht recht schnell. Oft brauche ich den zweiten Wecker gar nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\"><br>Ich brauch dann zwar ein paar Minuten, um wach zu werden, aber die brauch ich eh um zu schauen, was in der Abendarbeit noch so anliegt. Nach der Arbeit entscheide ich spontan, was ich nun mache. Habe ich meinen Plan am Vormittag schon geschafft, dann spiele ich ein wenig was. Wenn nicht, dann setze ich mich ins Wohnzimmer zu meinem Mann und tippe am Laptop weiter (Hoch lebe unsere eigene Cloud. Ich arbeite am PC und kann am Laptop weiterarbeiten). Um halb 0 Uhr nachts, geht es dann ins Bett.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Ich habe auch festgestellt, dass dieses Projekt ein wenig hilft, gegen diese Selbstaufgabe zu k\u00e4mpfen. Ich schlief gestern ziemlich schnell ein. Nicht mehr nach einer Stunde, sondern nach einer dreiviertel. Oder so ungef\u00e4hr. Aber es wurde etwas schneller.<br>Doch ich wei\u00df, dass dieses selbst aufgeben mich wohl begleiten wird. Denn besonders stark wird es, wenn ich merke, dass nichts so l\u00e4uft, wie es soll. Dann schmei\u00dfe ich mich im Kopf wieder in die Ecke, werde ein Kind und wippe apathisch hin und her.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\">Ende &#8211; ANGST #8 : Selbstaufgabe<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color\">Anmerkung: Dies ist\/wird kein Selbsthilfeblog. Bei wirklich starken Problemen, sucht bitte professionelle Hilfe auf.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/angst-0-ein-neues-projekt\/\"><strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">Zur\u00fcck zur Themen\u00fcbersicht<\/span><\/strong><\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Click here for english version SELBSTAUFGABE Habt ihr bei den letzten Tagen harten Stoff erwartet? 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