{"id":2098,"date":"2016-12-05T13:21:30","date_gmt":"2016-12-05T11:21:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sinnesbolognese.de\/?p=2098"},"modified":"2025-12-13T23:57:06","modified_gmt":"2025-12-13T22:57:06","slug":"das-gefuehl-ich-bin-nicht-ich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/das-gefuehl-ich-bin-nicht-ich\/","title":{"rendered":"Das Gef\u00fchl ich bin nicht ich"},"content":{"rendered":"<p>Ich wei\u00df, wer ich bin. Ich bin ein durchschnittlicher \u201ajunger\u2018 Mann, der versucht irgendwie seine Lebensziele zu erreichen. Doch manchmal f\u00fchle ich mich, wenn auch nur f\u00fcr wenige Augenblicke, wie ein Anderer. Das Gef\u00fchl dabei ist jedes mal ein anderes.<br \/>\nEntgegen dem was ich an habe, f\u00fchlt es sich an, als w\u00fcrde ich einen Anzug tragen und aus gehobenen Kreise kommen. Als w\u00e4re ich etwas Besonderes.<br \/>\nWertvoller als alle anderen. Einerseits ein unangenehmes Gef\u00fchl. Niemand ist in meinen Augen wertvoller als jemand anderes. Auch wenn die materialistische Gesellschaft es anders sicht. Andererseits f\u00fchle ich mich dabei wohl. Dieser Hauch \u00dcberlegenheit welcher sich einen Moment lang ausbreitet, gibt mir Kraft weiter zu machen mit dem, was ich tu. Es ist also ein gemischtes Gef\u00fchl welches, sich in mir aufbaut. Doch genauso schnell wie es sich bemerkbar macht, ist es wieder verschwunden und ich bin wieder ich.<br \/>\nDann gibt es die Tage, wo ich mich wie ein bemitleidenswerter Armer f\u00fchle. Ich m\u00f6chte Aufmerksamkeit so frei nach dem Motto \u00bbAlles wird schon wieder gut\u00ab und davon nicht zu knapp. Da dieses Gef\u00fchl genauso kurz anh\u00e4lt wie das obige, f\u00fchlt es sich miserabel an. In diesem Moment ist dort keiner, der dieses Gef\u00fchl befriedigen kann.<br \/>\nIch wage zu behaupten, dass diese Gef\u00fchle jeder von uns ab und an hat. \u00dcber den Ursprung dieser Gef\u00fchle kann ich jedoch nur Mutma\u00dfen. Ich habe den Eindruck, sie entstehen durch nicht erwiderte Leistung, die man bringt. Sei es im privaten Leben oder auch in der Arbeit. Viele von uns geben sich M\u00fche ihre Traume, Ziele, W\u00fcnsche oder wie man es auch immer nennen mag, zu erreichen oder sogar zu \u00fcberschreiten.<br \/>\nUns geht jedoch oft der Mut verloren oder der Ehrgeiz. Warum?<br \/>\nEs fehlt die Anerkennung dessen, was man tut. Die Anerkennung, die unserem Hirn sagt \u00bbMach weiter. Es lohnt sich!\u00ab Und uns motiviert. Und damit meine ich zu keiner Zeit finanzielle Anerkennung. Im Gegenteil: Ich meine die soziale Anerkennung. Auf die bin ich stolz.<br \/>\nIch f\u00fcr meinen Teil versuche irgendwie einen Fu\u00dfabdruck zu hinterlassen, welcher sich in die Herzen von einen Paar Menschen brennt. Ein Fu\u00dfabdruck, der sagt \u00bbHey. Nimm doch dieses Gef\u00fchl mit und trage es weiter\u00ab und dabei ein gutes Gef\u00fchl hinterl\u00e4sst. Oder zumindest die Menschen zum Nachdenken anregt.<br \/>\nDieses Gef\u00fchl mag sich aber, trotz allem bem\u00fchens, nicht wirklich einstellen. Stattdessen kommen immer solche Situationen, wie ich am Anfang dieses Blogs beschrieben habe. Man f\u00fchlt sich nicht wie man selbst. Man f\u00fchlt etwas, was man gar nicht ist. Und dass was man f\u00fchlen m\u00f6chte, bleibt irgendwie aus.<br \/>\nUnd eigentlich sollte ich es, wie andere Menschen es auch sollten, besser wissen. Man muss keinen Fu\u00dfabdruck hinterlassen. Man muss sich mit dem Wohlf\u00fchlen, was man erreicht bzw. an dem man arbeitet. Aber warum f\u00e4llt mir das so schwer, mich genau damit zufriedenzugeben? Warum warte ich darauf, dass jemand zu mir sagt \u00bbDas was Du dort gemacht hast, ist wundervoll\u00ab statt selbst zufrieden mit meinen Arbeiten zu sein. Mit den Arbeiten, mit denen ich mir immer mehr Zeit lasse damit sie einen gewissen Standard erreichen?<br \/>\nWir alle sollten damit aufh\u00f6ren, einem Gespenst hinterherzujagen und das tun worauf WIR Lust haben und auf was WIR stolz sein k\u00f6nnen. Gef\u00fchle, dass man z.B. einen Anzug tr\u00e4gt und reich ist oder sich bemitleidenswert f\u00fchlt, sollten wir uns abgew\u00f6hnen. Vor allem ich selbst.<br \/>\nIch habe schon vieles erreicht was ich erreichen wollte und werde sicher noch einige Dinge fertigstellen, an denen ich derzeit arbeite und die ich geplant habe. Es wird nicht immer einfach und ich werde auch Niederlagen einstecken m\u00fcssen.<br \/>\nAber ich will endlich nur noch mich selbst f\u00fchlen und nicht etwas, was ich nicht bin.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich wei\u00df, wer ich bin. Ich bin ein durchschnittlicher \u201ajunger\u2018 Mann, der versucht irgendwie seine Lebensziele zu erreichen. 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