{"id":10892,"date":"2023-12-09T20:50:21","date_gmt":"2023-12-09T19:50:21","guid":{"rendered":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/?p=10892"},"modified":"2025-12-13T23:56:24","modified_gmt":"2025-12-13T22:56:24","slug":"err-c-2-celsius-zwei-kuehle-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/err-c-2-celsius-zwei-kuehle-leben\/","title":{"rendered":"ERR \u00b0C: -2\u00b0 Celsius \u2013 Zwei k\u00fchle Leben"},"content":{"rendered":"<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"10892\" class=\"elementor elementor-10892\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-6e37df3 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"6e37df3\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column 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data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Meta Daten:<\/p><p>Erstver\u00f6ffentlichung: 09.12.2023<br \/>Genre: Drama\/???<br \/>Cover Hintergr\u00fcnde: Pixabay.com \/ Gerry (Text in den schwarzen Fl\u00e4chen)<\/p><p>Text Version: 1<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-b07d8fb elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"b07d8fb\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Teile: <strong><a href=\"https:\/\/stories.g-wie-gerry.de\/err-c-vorwort-prolog\/\">0<\/a> <a href=\"https:\/\/stories.g-wie-gerry.de\/err-c-1-celsius-einsamkeit\/\">1<\/a> 2<\/strong>\u00a0<strong><a 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Du kannst dich frisch machen und dich dann umziehen\u00ab, sage ich zu dem Besucher und reiche ihm die Wechselw\u00e4sche.<br \/>\u00bbIch danke Ihnen.\u00ab<br \/>\u00bbMiau.\u00ab<br \/>\u00bbSebastian. Lassen wir die F\u00f6rmlichkeiten\u00ab, nehme ich den Dank zur Kenntnis. Der Mann nickt nur und verschwindet ins Bad. <br \/>\u00bbMiau!\u00ab, gibt das K\u00e4tzchen ihrem Aufmerksamkeitsbedarf Bedeutung. <br \/>\u00bbIst ja gut Kleines. Komm mit\u00ab, sage ich liebevoll, greife nach den Dosen und nehme einen Teller und eine Gabel aus der K\u00fcchenecke. Ich \u00f6ffne eine der Dosen und lege ein Viertel des Inhalts auf den Teller. Sofort riecht meine Umgebung nach Thunfisch. Ich gehe in die Knie, um den Teller abzustellen.<br \/>\u00bbEine Viertel Dose f\u00fcr dich, der Rest f\u00fcr mich und eine ganze Dose f\u00fcr deinen Begleiter. Einverstanden?\u00ab, frage ich. Das K\u00e4tzchen dreht sich im Kreis und miaut aufgeregt. Als ich den Teller abstelle, f\u00e4ngt sie sofort an, den Thunfisch zu verzehren. <br \/>Anschlie\u00dfend, nehme ich noch eine weitere Gabel und setze ich mich in meinen Sessel. Langsam beginne ich den Thunfisch zu essen. Es war eh langsam Zeit. Kurz bevor ich fertig bin, kommt der Besucher aus dem Bad. <br \/>\u00bbGregor\u00ab, stammelt er vor sich hin. Ich nehme die geschlossene Dose Thunfisch und die Gabel von der Sessellehne und reiche sie Gregor.<br \/>\u00bbFreut mich\u00ab, nehme ich seine Namensnennung zur Kenntnis. \u00bbIss erstmal was.\u00ab Er nimmt die Dose und die Gabel dankend an. Etwas irritiert schaut er sich um. <br \/>\u00bbDu kannst dich ruhig auf die Couch setzen.\u00ab Sofort setzt er sich schweigend auf die Couch und beginnt zu essen. <br \/>\u00bbMiau miau miau\u00ab, t\u00f6nt es auf einmal zu meinen F\u00fc\u00dfen. Ich lege meine inzwischen leere Dose beiseite und beuge mich nach vorn, um das K\u00e4tzchen hochzuheben und auf meinen Scho\u00df zu setzen. Sofort beginnt sie sich zu putzen.<\/p><p>\u00bbNa? Bist du satt?\u00ab, frage ich das Tier und es beginnt zu schnurren. \u00bbHast du denn einen Namen?\u00ab, frage ich weiter und schau zu Gregor. Er sch\u00fcttelt stumm den Kopf. \u00bbDann sollte ich dir wohl einen Geben oder?\u00ab Er nickt. Ich \u00fcberlege. Es ist eine sehr kleine, kurzhaarige Katze mit gr\u00fcnen Augen, wei\u00dfem Fell und schwarzen Flecken. \u00bbDu hast dich ja Kamikaze-artig hier reingest\u00fcrzt. Wie w\u00e4re es mit Kammi?\u00ab Ich schaue das Tier an.<br \/>\u00bbMiau!\u00ab Sie kringelt sich auf meinen Scho\u00df ein und beginnt zu schlafen. Mein Besucher kichert.<br \/>\u00bbDu kannst ruhig reden. Es sei denn, du hast ein Schweigegel\u00f6bnis abgelegt.\u00ab<br \/>\u00bbEntschuldige. Ich war nur \u00fcberrascht, wie liebevoll du mit ihr umgehst. Ich h\u00e4tte das nicht erwartet.\u00ab<br \/>\u00bbWieso nicht?\u00ab, frage ich etwas verwirrt. Gregor wirkt etwas verlegen.<br \/>\u00bbNaja. Vor ungef\u00e4hr zwei Jahren warst du ziemlich unterk\u00fchlt.\u00ab Sofort beginne ich zu \u00fcberlegen. Ich schaue ihn dabei musternd an. \u203ak\u00fcrzere Haare &#8230; Die Augen\u2039, gr\u00fcbele ich. <br \/>\u00bbKannst du mir bitte mal den Stapel Papier da bringen?\u00ab, frage ich Gregor. Er nickt und reicht mir den Stapel mit den Portr\u00e4ts. Ich finde eines, was auf ihn passt, und drehe es um. \u00bbAchso.\u00ab Gregor schaut mich fragend an.<\/p><p>\u00bbDu warst der junge Mann, der mich gefragt hat, was ich mache, als die Wohnung hier best\u00fcckt wurde\u00ab, stelle ich fest und reiche ihm das Portr\u00e4t.<br \/>\u00bbWow. Das ist als w\u00fcrde ich in den Spiegel gucken. Zumindest vor zwei Jahren.\u00ab<br \/>\u00bbIch kann mir Gesichter gut merken. Auch wenn es manchmal dauert, bis mir eines wieder einf\u00e4llt. Deswegen zeichne ich oft Gesichter mit entsprechenden Notizen.\u00ab Wieder schaut er mich fragend an.<\/p><p>\u00bb\u201aBlaue Augen, drei tage Bart, kurze, dunkelbraune, fast schwarze Haare. Normal gebaute Person. Alter unbekannt. Gr\u00f6\u00dfe ca. 1,86 m. Machte Bemerkung, dass er wei\u00df, dass es kalt w\u00fcrde.\u2018 Das nenne ich sehr pr\u00e4zise, f\u00fcr eine Begegnung, die keine 2 Minuten dauerte\u00ab, brummt er etwas besorgt.<br \/>\u00bbDu hast halt einen bleibenden Eindruck hinterlassen.\u00ab Er gibt mir das Portr\u00e4t wieder und ich lasse es zwischen den anderen verschwinden.<\/p><p>\u00bbGeht es dir besser?\u00ab, frage ich, nachdem er gegessen und den Schock des Bildes verdaut hat. Er nickt. \u00bbHast du Verletzungen? Gesundheitliche Erscheinungen? Das ist wichtig, also l\u00fcg mich bitte nicht an.\u00ab<br \/>\u00bbIch bin vor einigen Tagen gestolpert und hab mich am Arm in meiner Wohnung verletzt &#8230;\u00ab, erz\u00e4hlt er und zeigt mir die Wunde. Sie scheint leicht entz\u00fcndet. \u00bbUnd ich f\u00fchle mich etwas kr\u00e4nklich. Was wohl an der K\u00e4lte liegt. Vorsichtig hebe ich Kammi hoch und setze sie auf den Scho\u00df von Gregor. <br \/>\u00bbEinen Moment\u00ab. <br \/>Ich klettere noch einmal hoch ins Lager und hole eine Salbe herunter. Auch die Vitamintabletten, das Wasser und das Antibiotikum hebe ich vom Boden auf und gehe auf Gregor zu. <br \/>\u00bbMach bitte den Arm frei.\u00ab<\/p><p>Nachdem er die Wunde komplett befreit hat, drehe ich die Salbe auf, \u00f6ffne den Verschluss an der Tubenspitze und trage ein Teil des Inhalts gro\u00dfz\u00fcgig auf der Wunde auf. Ich schaue auf die Uhr. <br \/>\u00bbLass da mal f\u00fcr die n\u00e4chsten 41 Minuten Luft ran.\u00ab Er nickt und zieht den Pullover ganz aus. \u00bbNimm eine hiervon und auch eine davon\u00ab, sage ich, w\u00e4hrend ich erst das Antibiotikum und dann die Vitamintabletten \u00fcberreiche.<br \/>\u00bbWas ist das?\u00ab, fragt er misstrauisch.<br \/>\u00bbH\u00f6r zu. Du kannst auf mich h\u00f6ren und gesund werden oder ich schmei\u00dfe dich wieder raus. H\u00e4tte ich dir Schaden wollen, w\u00e4rst du nicht hier hoch gekommen\u00ab, grummele ich. Er schluckt sehr laut. Ich seufze. \u00bbDas erste ist ein Antibiotikum. Deine Wunde ist entz\u00fcndet. Vielleicht f\u00fchlt sich dein K\u00f6rper deswegen auch kr\u00e4nklich an. Das andere sind nur Vitamine. Du wirst sicher nicht viele davon gehabt haben in den letzten zwei Jahren.\u00ab<br \/>\u00bbDanke\u00ab, sagt er knapp, dreht die Wasserflasche auf und nimmt die Tabletten ein. Dann beginnt ein sehr langes schweigen.<\/p><p>W\u00e4hrend wir beide in den Raum starren und dem Schnurren von Kammi lauschen, beginnt ein Knacken in der Wohnung zu ert\u00f6nen, was Gregor sehr erschreckt und auch Kammi hebt ihr K\u00f6pfchen.<br \/>\u00bbVerdammt. Fast vergessen\u00ab, ich sprinte zur Luke, um die Decke zu holen. \u00bbZieh den Pullover wieder an. Mit Kapuze\u00ab, rufe ich, w\u00e4hrend ich auf ihm zukomme und die Decke \u00fcberreiche. Anschlie\u00dfend begebe ich mich in den Schlafsack und m\u00fcmmel mich auf meinem Sessel ein. \u00bbWickel dich und Kammi ein so gut es geht. Gregor fragt erst gar nicht, sondern tut einfach. Kammi versucht sich, aus dem Griff von Gregor zu befreien.<br \/>Die Bel\u00fcftung beginnt und es wird schlagartig k\u00fchler in der Wohnung. Das K\u00e4tzchen m\u00f6chte sofort wieder zu Gregor, der f\u00fcr einen Moment die Decke \u00f6ffnet, damit sie reinschl\u00fcpfen kann. Man sieht nichts von den beiden. \u203aich hoffe, die Decke reicht. F\u00fcr einen Schlafsack war keine Zeit mehr\u2039, geht mir durch den Kopf. Er bewegt sich nicht und mir kommen die f\u00fcnf Minuten wie eine Ewigkeit vor.<\/p><p>Es knackt und die Luken schlie\u00dfen sich wieder. Sofort tritt die Pumpe ein und es dauert nur wenige Minuten, bis wieder W\u00e4rme durch die Wohnung strahlt.<br \/>\u00bbGregor?\u00ab, rufe ich, w\u00e4hrend ich mich aus dem Schlafsack befreie. Die Decke \u00f6ffnet sich und es sprang eine vergn\u00fcgte Kammi heraus und l\u00e4uft auf mich so.<br \/>\u00bbHat der Mann dir komische Sachen erz\u00e4hlt?\u00ab<br \/>\u00bbMiauu.\u00ab<br \/>\u00bbSoso.\u00ab Gregor schaut mich fragend an. \u00bbDu hattest noch nie eine Katze oder?\u00ab, frage ich.<br \/>\u00bbNein. Ich hab das kleine Ding vor meiner T\u00fcr gefunden. Daneben lag ihre Mutter. Vermutlich hat meine Wohnung etwas W\u00e4rme ausgestrahlt. Das war vor 3 Wochen. Kurz darauf fielen auch die Notheizungen aus.\u00ab<br \/>\u00bbDu musst mit dem Tier reden, als w\u00fcrde es dich verstehen. Das baut Vertrauen auf. Nicht wahr Kammi?\u00ab Ich schaue herunter und die Kleine reibt sich an meinem Bein. \u00bbUnd jetzt schauen wir mal, wie wir dir eine Toilette basteln.\u00ab, tu ich so, als w\u00fcrde ich wirklich \u00fcberlegen m\u00fcssen.<\/p><p>Ich stehe im Lager. Urspr\u00fcnglich wollte ich mir selbst eine Katze als Gesellschaft holen. Aber ich war mir nicht sicher, ob das gut w\u00e4re. Dennoch habe ich eigentlich alles da. Ein Katzenklo. Streu. Und zumindest ein Haufen Trockennahrung. <br \/>\u00bbGregor?\u00ab, rufe ich laut und gebe das Klo herunter. Es dauert einen Augenblick und er nimmt es mir ab. Zus\u00e4tzlich reiche ich einen schweren Sack, mit dem Streu, herunter, sowie zwei Sch\u00fcsseln, die als N\u00e4pfe dienen k\u00f6nnen. Zum Schluss noch das Trockenfutter.<br \/>\u00bbIch hatte jetzt mit den wildesten Konstruktionen gerechnet\u00ab, sagt Gregor \u00fcberrascht. Ich erz\u00e4hle ihm von meinem urspr\u00fcnglichen Gedanken. Er nimmt es hin und geht nicht weiter darauf ein. Nachdem alles fertig war, setze ich Kammi auf die Toilette.<br \/>\u00bbLass bitte keine Sachen aus Stoff unbeaufsichtigt. Den Geruch von Katzenpisse kriegst du nie wieder raus und wie du dir vorstellen kannst, ist Kleidung gerade Mangelware\u00ab, weise ich Gregor an. Kammi schaut uns dumm an.<\/p><p>Ich f\u00fchre meine Hand unter sie und reibe mit leichtem Druck ihren Bauch. Meine Hand wird warm.<br \/>\u00bbEwww\u00ab, gebe ich von mir. R\u00fchre mich aber nicht. Kammi dreht sich um und schn\u00fcffelt an der Stelle, an der sie gerade hingemacht hat. Ich nutze die besudelte Hand und verbuddele die Stelle. Mitten drin steigt Kammi darauf ein und buddelt mit. \u00bbNaja. Nun mal schauen\u00ab, sage ich leicht angeekelt und wasche mir im Bad die H\u00e4nde.<br \/>\u00bbWas machen wir mit dem M\u00fcll?\u00ab, fragt Gregor und schaut auf die Dosen und das Klo.<br \/>\u00bbTief unter dem Geb\u00e4ude gibt es quasi zwei R\u00f6ume. Einen f\u00fcr die Stromversorgung und einen f\u00fcr den Abfall.\u00ab Ich deute auf eine Klappe hin. \u00bbDer Abfall wird da entsorgt. Anschlie\u00dfend &#8230;\u00ab Ich deute auf einen Knopf daneben. \u00bb&#8230; dr\u00fcckt man den Knopf. Der sorgt daf\u00fcr, dass eine Klappe sich \u00f6ffnet und der M\u00fcll so in einen Raum fallen kann. W\u00e4re die Klappe nicht, w\u00fcrde es hier ganz sch\u00f6n schnell stinken.\u00ab<\/p><p>Gregor geht auf die S\u00e4ule zu und fasst sie an. <br \/>\u00bbWoher kommt die W\u00e4rme? Auch von der Stromversorgung?\u00ab Er ist sehr neugierig.<br \/>\u00bbWusstest du, dass es unter der Erde Wasserreservoirs gibt, welche vom Erdinneren erw\u00e4rmt werden?\u00ab Gregor nickt. \u00bbEs f\u00fchrt ein langes, extrem verst\u00e4rktes Rohr ein so ein Reservoir welches Wasser hier hoch pumpt und wieder nach unten bef\u00f6rdert.\u00ab Sein Gesicht hat gerade jede Form des Beeindruckt-Seins wiedergegeben. <br \/>\u00bbUnd was hat das gekostet?\u00ab, fragt er unverhohlen. Ich beantworte diese Frage nicht. \u00bbTut mir leid\u00ab, wirft er hinterher.<br \/>\u00bbMuss es nicht. Ich versteh diese Frage zwar, aber am Ende solltest du dir die Frage stellen, was w\u00e4re, wenn ich das Geld nicht gehabt h\u00e4tte\u00ab, mahne ich und er gibt mir durch seine Gestik sofort zu verstehen, dass ich ihn erwischt habe. \u00bbNach dem Bekanntwerden der Katastrophe, h\u00e4tte die Stadt nichts tun k\u00f6nnen. Dieses Konstrukt, was hier im Haus existiert, w\u00fcrde im Umfang einer Stadt, vermutlich Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte in Anspruch nehmen.\u00ab<br \/>\u00bbIch verstehe.\u00ab<\/p><p>Ich erz\u00e4hle ihm noch bis zum sp\u00e4ten Abend, wie das Haus funktioniert. Er ist immer wieder beeindruckt und merkt auch schnell, dass dieses Unterfangen im Stadtformat nahezu nicht umsetzbar w\u00e4re. <br \/>\u00bbWir sollten nun schlafen. Reicht dir die Couch?\u00ab<br \/>\u00bbIch denke schon. Aber nen Schlafsack f\u00fcr die L\u00fcftung w\u00e4re noch gut, oder?\u00ab Schlaues Kerlchen.<br \/>\u00bbKeine Sorge. Die L\u00fcftungen finden nur tags\u00fcber statt.\u00ab Mein Blick geht zu der Uhr, die bereits 23:12 Uhr anzeigt. \u00bbUm 10 Uhr wird das erste Mal gel\u00fcftet. Um 20 Uhr das letzte Mal.\u00ab Gregor wickelt sich in die Decke ein und legt sich auf das Kissen, welches ich ihm eben noch gegeben habe.<br \/>\u00bbUnd was ist mit dir?\u00ab<br \/>\u00bbMiau!\u00ab<\/p><p>Ich lege mich in mein Bett. Ich liege noch etwas wach. Kammi scharrt in ihrem Klo. \u203aNa wenigstens hat sie das sehr schnell gelernt.\u2039 von der Couch her, h\u00f6re ich fast nichts. Nur eine langsame, regelm\u00e4\u00dfige Atmung von Gregor. Und es tut gut diese Ger\u00e4usche zu h\u00f6ren.<\/p><p>Mein Wecker rei\u00dft mich aus dem Schlaf. Es ist 9 Uhr. Ein Blick aus dem Fenster zeigt, dass ein Schneesturm tobt. Ich schaue mich um. Kammi liegt auf dem R\u00fccken von Gregor, der noch vor sich hin schnarcht. Ein s\u00fc\u00dfes Bild.<br \/>Ich gehe in den Kochbereich, nehme zwei Sch\u00fcsseln raus und lasse ein paar Cornflakes reinrieseln. Aus dem Bad hole ich ein wenig kaltes Wasser und bringe es wieder in die Kochecke. Ich vermische ein wenig Milchpulver damit und r\u00fchre es so lange, bis es keine Klumpen mehr gibt. Anschlie\u00dfend gebe ich diesen Milchersatz auf die Cornflakes.<\/p><p>Ich erneure Kammis n\u00e4pfe und begebe mich anschlie\u00dfend mit den Sch\u00fcsseln zum Sessel. Gregor schaut mich verschlafen an.<br \/>\u00bbLiegt Kammi noch auf mir?\u00ab, fragt er mich. Ich nicke. Er grummelt. <br \/>\u00bbParagraph 1 des Katzengesetze hast du aber schnell gelernt.\u00ab Ich muss lachen. Einmal hin\u00fcber langend, greife ich Kammi, welche protestiert, und nehme sie auf meinen Scho\u00df. <br \/>\u00bbHier\u00ab, sage ich und gebe die Cornflakes Sch\u00fcssel zu Gregor weiter.<br \/>\u00bbWow. Woher hast du Milch?\u00ab<br \/>\u00bbEs ist Milchpulver. Also erwarte nicht zu viel.\u00ab Wir fangen an zu essen.<\/p><p>\u00bbWoher wusstest du damals, dass es k\u00fchler wurde?\u00ab, frage ich Gregor.<br \/>\u00bbVermutlich genauso wie du. Ich habs irgendwie gesp\u00fcrt. Der Luftdruck war anders. Alles hat sich anders angef\u00fchlt. Da ich aber nicht so gut mit Menschen kann, hat mir niemand geglaubt.\u00ab<br \/>\u00bbIch verstehe.\u00ab<br \/>\u00bbUnd als sich rumsprach, dass da jemand nen Haus umbaut, so wie ich es vermutlich auch getan h\u00e4tte, bin ich zu dir gegangen.\u00ab<br \/>\u00bbUnd warum?\u00ab, frage ich.<br \/>\u00bbIch wei\u00df nicht. Vielleicht in der Hoffnung, ich w\u00fcrde Schutz finden, vor dem was kommt\u00ab, gibt er mit einer unterdr\u00fcckten Traurigkeit von sich.<br \/>\u00bbIch komme auch nicht mit Menschen zurecht. Im Gegenteil. Sie sind mir oft egal.\u00ab<br \/>\u00bbDas glaube ich dir bei dem Leichenberg da unten.\u00ab Diesmal schwang ein humorvoller Unterton mit. Ich stehe auf und hebe mein Pullover und das Shirt an.<br \/>\u00bbIch hab deswegen niemanden reingelassen.\u00ab Meine Stichwunde vom Angriff eines Besuchers ist frontal auf ihn gerichtet. \u00bbIch wollte schon einmal jemanden helfen. Hast du die Leiche im Vorraum gesehen, vor den inneren T\u00fcren?\u00ab, frage ich und er nickt.<\/p><p>\u00bbEr wollte unz\u00e4hligen Menschen Zugang verschaffen und hat auf mich eingestochen und wollte, dass ich die T\u00fcr \u00f6ffne. Ich musste mich wehren und habe ihn erschossen. Das war bereits vor &#8230; anderthalb Jahren glaube ich.\u00ab <br \/>\u00bbDas erkl\u00e4rt deine Vorsicht. Mich wundert es schon, dass du \u00fcberhaupt jemanden reinlassen wolltest. Du hast auf mich damals schon sehr k\u00fchl gewirkt\u00ab, stellt Gregor fest.<br \/>\u00bbNaja. Du wirktest jetzt auch nicht wie ein Philanthrop.\u00ab<br \/>\u00bbTouch\u00e9.\u00ab<br \/>\u00bbEs wird kalt. Wickel dich ein.\u00ab Und wie gerufen, beginnt das Knacken der L\u00fcftung. Wieder weht eine k\u00fchle Brise durch die Wohnung.<\/p><p>\u00bbSehr ausgekl\u00fcgeltes System hast du da geschaffen\u00ab, stellt Gregor erneut fest. <br \/>\u00bbWieso kamst du den Menschen nicht zurecht? Du wirkst auf mich ziemlich offen\u00ab, frage ich, w\u00e4hrend ich mich aus dem Schlafsack pelle.<br \/>\u00bbIch wei\u00df nicht. Ich hatte nie das Gef\u00fchl hierher zu geh\u00f6ren. Und war auch sonst recht abweisend zu allen.\u00ab Mir ging es \u00e4hnlich, wenn ich so dr\u00fcber nachdenke. Ich hatte nie wirklich gro\u00df soziale Kontakte und habe mich auf mich selbst konzentriert.<br \/>\u00bbVielleicht kommen wir deswegen miteinander zurecht. Wir sind uns da sehr \u00e4hnlich\u00ab, f\u00fcge ich meine Gedanken aus. <br \/>Kammi beginnt auf einmal, von einer Raumseite zur anderen zu flitzen.<br \/>\u00bbWas ist das nur? Das hat sie schon bei mir immer gemacht.\u00ab<br \/>\u00bbKitty got zoomies\u00ab, gebe ich von mir und beobachte das Tier. \u00bbManchmal haben Katzen den Drang, sich schnell zu bewegen. Und dann flitzen sie hin und her und starren einen dann oft mit gro\u00dfen Augen an.\u00ab Gregor wirkt beruhigt.<\/p><p>Nun sitzen hier zwei Eisbl\u00f6cke und eine Katze und warten darauf, dass die Zeit vergeht. Und keiner wei\u00df, wie lange das gutgehen wird.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meta Daten: Erstver\u00f6ffentlichung: 09.12.2023Genre: Drama\/???Cover Hintergr\u00fcnde: Pixabay.com \/ Gerry (Text in den schwarzen Fl\u00e4chen) Text Version: 1 Teile: 0 1 [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":10894,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"set","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-10892","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-old"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10892","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10892"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10892\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12646,"href":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10892\/revisions\/12646"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10894"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10892"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10892"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10892"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}