{"id":10588,"date":"2023-10-09T18:30:52","date_gmt":"2023-10-09T16:30:52","guid":{"rendered":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/?p=10588"},"modified":"2025-12-13T23:56:24","modified_gmt":"2025-12-13T22:56:24","slug":"sind-wir-noch-faehig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/g-wie-gerry.de\/en\/sind-wir-noch-faehig\/","title":{"rendered":"Sind wir noch f\u00e4hig\u2026?"},"content":{"rendered":"<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"10588\" class=\"elementor elementor-10588\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-99033e7 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"99033e7\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-a841a44\" data-id=\"a841a44\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-ce15b72 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"ce15b72\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Es war einmal, vor vielen Jarhzenten, eine Frau. Sie sa\u00df in einem Kaffee und ein gutaussehender Mann sprach sie an. Er war sympathisch und sie entschied, ihre Zeit mit ihm zu teilen.<br>Im Laufe dieser kamen sie sich immer n\u00e4her, heirateten und bekamen viele Kinder. Und sie blieben bis zu dem ber\u00fchmten &#8222;Bis das der Tod sie scheidet&#8220; zusammen. Und auch nach dem Tod ihres Mannes blieb sie ihm treu und war f\u00fcr ihre Kinder da. Viele Jahre sp\u00e4ter umschloss sie wieder die Hand ihres Mannes und verabschiedete sich von der Welt.<\/p>\n<p>Ein romantischer Gedanke, der hier die Einf\u00fchrung bildet, meint ihr nicht auch? Ich finde schon. Und irgendwie mag ich den Gedanken. Au\u00dfer, dass man nach dem Tod des Partners alleine bleibt. Das muss nicht sein, finde ich. ABER so war es Mitte des 20. Jahrhunderts nun einmal.<br>Die Inspiration zu diesem Blog kam durch die Youtuberin Gnu, die auf ein Video von Brust raus reagierte. Ja ich mag Reactions immer noch nicht und ich habe mir auch das Originalvideo noch separat angeschaut. Und das Thema war f\u00fcr mich auf viele Ebenen hochinteressant.<\/p>\n<h4>&#8222;Haben wir verlernt zu lieben?&#8220;<\/h4>\n<p>Dies ist die Ausgangsfrage des Videos gewesen und wenn ich mich sowohl in meinem Leben, als auch in meiner n\u00e4heren sozialen Umgebung umschaue, w\u00fcrde ich ein dickes &#8222;Ja&#8220; darunter setzen. Aber wie ihr euch sicher denkt, mach ich es mir nicht so einfach.<br>Hinter diesem Ja stecken viele \u00dcberlegungen und auch viele Unterhaltungen zum Thema Beziehungen in den letzten Jahren. Den Oben genannten Gedanken finde ich pers\u00f6nlich sehr sch\u00f6n und egal was f\u00fcr eine Liebesbeziehung ich hatte, schwang dieser Gedanke immer mit. Und von Beziehung zu Beziehung wurde der Wunsch danach gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n<p>Und den Gedanken teilen viele Menschen, vor allem Singles, aber warum kommt es dann nicht mehr zu solchen dauerhaften Beziehungen?<\/p>\n<h4>Fomo \u2013 die etwas andere Midlifecrisis<\/h4>\n<p>Das Video von Brust raus ist etwas tiefer in das &#8222;Fear of missing out&#8220; Thema eingegangen. W\u00e4hrend anfang\/Mitte des 20. Jahrhunderts immer noch der Aspekt des Angewiesenseins, ist dieser Aspekt heutzutage kaum noch gegeben. Das sorgt irgendwann am Ende daf\u00fcr, dass viele, die in einer Partnerschaft leben, sich immer wieder die Frage stellen: &#8222;Wars das jetzt? Soll das alles gewesen sein?&#8220;.<\/p>\n<p>Im Video wird verdeutlicht, dass Menschen angefangen sich oft mehrere Optionen freizuhalten. Es werden diverse Chats offen gehalten, selbst wenn sich einer als etwas entpuppt, was tiefer gehen k\u00f6nnte. Denn &#8222;Gibt es vielleicht noch was besseres?&#8220; F\u00fchrt hierbei den Kopf.<br>Mein Kopf ist komisch. Der hat sich das noch nie gefragt. Meine Frage war eher anderer Natur und hat mit meinen (fehlenden) Emotionen zu tun.<\/p>\n<p>Viele Beziehungsenden, die ich miterlebt habe, oder auch involviert war, entstanden irgendwie (nicht immer, aber (vermutlich) h\u00e4ufig) aus diesem Gedanken. Selbst wenn es gut l\u00e4uft, k\u00f6nnte es noch besser laufen. Selbst wenn man sich frei entfalten k\u00f6nnte, weil der\/die ParterIn einen unterst\u00fctzt, kommt die Frage &#8222;Geht es noch besser?&#8220;.<br>Und auch wenn diese Frage nicht ausgesprochen wird, kommt die Frage bei den PartnerInnen an. Und jetzt sollten wir uns mal Fragen: &#8222;Muss es denn immer besser sein?&#8220;<\/p>\n<h4>Nein. Perfektion gibt es nicht.<\/h4>\n<p>Viele Erwarten heutzutage perfekte Beziehungen. Und gleichzeitig erwarten viele, dass sie sich &#8218;R\u00fccksichtslos&#8216; weiterentfalten k\u00f6nnen. Es besteht heutzutage kaum noch Kompromissbereitschaft in der Beziehung und es wird oft nicht mal angesprochen. Beziehungen enden und oft bleibt eine Person zur\u00fcck, die keine Ahnung hat, was passiert ist, und sich nur w\u00fcnscht, dass man an eben dieser Beziehung gearbeitet h\u00e4tte.<br>Doch das wollen viele heute nicht mehr. Wird etwas &#8218;Kompliziert&#8216; (Wobei ich von FreundInnen auch schon geh\u00f6rt habe, dass meist nicht mal offene Komplikationen vorhanden waren), wird es fallen gelassen.<\/p>\n<p>Man hat Angst, man k\u00f6nnte einen besseren Partner verpassen und merkt dabei nicht mal, dass vielleicht dieser zur\u00fcckgeblieben ist. Wir alle hinterlassen viel verbrannte Erde auf dem Weg, den perfekten Partner zu finden.<\/p>\n<h4>Spiegelung aufs Sozialleben<\/h4>\n<p>Was ich auch mitbekommen habe, ist, dass sich dies auch auf das Sozialleben auswirkt. Wir w\u00e4hlen Freunde oft nicht mehr nach Sympathie, sondern nach optischen Merkmalen. \u00dcbertriebenes Beispiel: Person A tr\u00e4gt Brille. Person B schaut sie nicht mal mit dem Arsch an. Nach einiger Zeit wechselt Person A zu Kontaktlinsen. Person B wird schon richtig aufdringlich.<br>Warum? Warum hat sich das soziale Verhalten so extrem in die Oberfl\u00e4chlichkeit entwickelt. Und ich schlie\u00dfe mich da nicht unbedingt aus. Aber ich m\u00f6chte mich auch nicht in die Vergleichsgruppe setzen, da ich aufgrund von Problemen auch ein schlechter Vergleichspunkt w\u00e4re.<\/p>\n<p>Bei mir h\u00e4ngt sehr viel z. B. von Sympathie ab. Nur meine ersten beiden langj\u00e4hrigen Partner (vor allem der zweite) entsprachen optisch meinem Typ. Also wirklich. Danach entsprach keiner meiner Partner mehr meinen optischen Vorlieben. Und das war gut. Ich habe so tolle Menschen kennengelernt. Und teilweise sch\u00f6ne Zeiten gehabt.<br>Und es war nicht perfekt. Bei weitem nicht. Aber mir f\u00e4llt es schwer, nachzuvollziehen, wie man so \u00fcberm\u00e4\u00dfig oberfl\u00e4chlich sein kann? Klar. Jeder hat gewisse Erwartungen. Ich auch. Aber dennoch erschlie\u00dft sich mir das nicht.<\/p>\n<h4>Am Ende &#8230;<\/h4>\n<p>&#8230; habe ich das Gef\u00fchl, dass viele Menschen irgendwann auf der Suche nach &#8218;perfekten sozialen Beziehungen&#8216; am Ende ihrer Suche unzufrieden sein werden und bedauern, was sie alles f\u00fcr diese nicht funktionierende Suche aufgegeben haben. <br>Und ist das am Ende erstrebenswert? Die ewige Suche nach etwas Irrationalem und was menschlich auch gar nicht m\u00f6glich ist? <br>Ich mache \u00fcbrigens niemandem Vorw\u00fcrfe. Im Gegenteil. Jeder soll leben und suchen wie er m\u00f6chte. Aber vielleicht sollte man dar\u00fcber nachdenken, wie verkohlt die Erde ist, die man am Ende hinterl\u00e4sst.<\/p>\n<p>Gerry<\/p>\n<p>P. S.: Nat\u00fcrlich ist dieser Blog nicht auf Paare bezogen, die wirklich aktiv versucht haben, an ihrer Beziehung zu arbeiten. Das verdient n\u00e4mlich Respekt! Am Ende, wird heute zu schnell weggeworfen, ohne zu wissen, was man gemeinsam erreichen k\u00f6nnte.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war einmal, vor vielen Jarhzenten, eine Frau. Sie sa\u00df in einem Kaffee und ein gutaussehender Mann sprach sie an. 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