Tiermord im Netz = Kunst…. WTF?

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Hach ja die Kunst. Etwas was ich nie wirklich verstehen werde. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass jeder eine andere Auffassungsgabe von Kunst hat.
Für die einen ist es ein Alter Picasso. Für die anderen Digitale Kunst. Was Kunst für mich ist, werde ich zu gegebener Zeit einmal Präsentieren (Wenn ich einen vernünftigen Scanner habe). Und dann gibt es noch jene, die für Kunst Tiere töten würden.
Diese Nachricht ging rasend schnell durchs Netz. Und jetzt ist es nur noch eine Stunde hin, bis ein armes Tier, durch die Hand eines kranken Smartphonennutzers getötet werden kann.
Es geht um das Experiment „11 Tage“. Ich werde keinen direkten Link posten, da ich das Projekt nicht unterstützen möchte indem ich dafür Werbe. Aber ich bin entsetzt, was im Namen der „Kunst“ veranstaltet wird.
Ziel ist es, die totale Überwachung durch Drohnen aufzuzeigen, mit der man auch gezielt töten könnte. Aber warum zur Hölle muss man dazu ein Wehrloses Tier dem Wahn der verkorksten Zeit aussetzen?
Der Aufbau ist einfach: man nehme ein Behältnis in entsprechender Größe, füllt es mit Streu, Futter und ein paar „Versteckmöglichkeiten“, montiert eine Webcam daran, die von einer Internetseite Ferngesteuert wird und achja: eine Waffe die ab heute 19 Uhr scharf geschaltet wird und, wie oben bereits erwähnt, durch jedes beliebige Smartphone ausgelöst werden kann… yay…. nicht.
Bitte verzeiht, wenn ich so mancher Begeisterung trübe, aber ich bin wahnsinnig entsetzt. Wie krank muss ein Mensch sein so ein Experiment zu starten oder zu befürworten.

Es ist ja nur eine Ratte!

Ja. Und Leute die so etwas von sich geben sind nur Idioten. Einfach nur Idioten.  Wir sind auch nur Menschen. Und? Gibt es uns das Recht, so ein grausames Spiel zu spielen? Vielleicht überspitze ich es auch, aber ich finde das unverantwortlich.
Der „Künstler“, der dieses Projekt in das Leben gerufen hat, hat bereits eine Strafanzeige für ein anderes Projekt hinter sich und daraus vermutlich nicht gelernt.
Aber auch ihr da draußen, welche sich bereits auf den Abschuss freuen, seid gewarnt: so ganz Straffrei kommt ihr eventuell nicht davon, wenn ihr den entscheidenen Schuss getätigt habt. Das was der Künstler letztendliches betreibt, ist die Aufforderung zu einer Straftat.
Es gibt immer etwas, was so etwas verhindern soll: Gesetze!
In diesem Fall ist es das Tierschutzgesetz. Speziell § 4 Absatz 1:

(1) Ein Wirbeltier darf nur unter wirksamer Schmerzausschaltung (Betäubung) in einem Zustand der Wahrnehmungs- und Empfindungslosigkeit oder sonst, soweit nach den gegebenen Umständen zumutbar, nur unter Vermeidung von Schmerzen getötet werden. Ist die Tötung eines Wirbeltieres ohne Betäubung im Rahmen weidgerechter Ausübung der Jagd oder auf Grund anderer Rechtsvorschriften zulässig oder erfolgt sie im Rahmen zulässiger Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen, so darf die Tötung nur vorgenommen werden, wenn hierbei nicht mehr als unvermeidbare Schmerzen entstehen. Ein Wirbeltier töten darf nur, wer die dazu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat.

Jeder, der mit dem Gedanken spielt, sollte sich seiner Tat bewusst sein. Es mag nur eine Ratte sein, aber es ist ein Lebewesen. Irgendwann ist es nur eine Katze. Ein Hund. Zum Schluss schießt ihr auf Mitmenschen.
Ich hoffe, dass der Künstler vor 19 Uhr zur Besinnung kommt und das Experiment nicht ausführt wie angekündigt.
Mir drängt sich jedoch immer mehr die Frage auf, wo dies Kunst ist? Was ist daran Künstlerisch? Kunst ist für mich (um es anzuschneiden) etwas, was geschaffen wird mit der eigenen Hand. Dazu gehört für mich kein Aufbau einer Tötungsmaschine. Nicht das töten eines Tieres.
Dieser Text kann mein Entsetzen nicht im Ansatz widerspiegeln.

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