Gerry 365 #328: 24.11. – Meine verkorkste Logik

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Einige wissen ja, wie sehr ich zahlen mag. Ach ich liebe sie. Ich entscheide vieles nach zahlen: Anschaffungen, Stolz, Effektivität von Ideen. Sie bestimmen, neben meinem »Ich will das haben«-Zwang die meisten meiner Entscheidungen.
Selbst wenn ich mir ne Kleinigkeit für 5 Euro in einem Spiel kaufen möchte, geht mein Blick erst aufs Konto und dann geht es los:

»Es sind nur 5 Euro«, »Aber das sind 5 euro« und so weiter. Der Struggle ist in meinem Kopf real. Und echt … anstrengend. Gerade wenn es um größere Anschaffungen geht, sei es ganz kaufen, raten oder mieten, sitze ich oft tagelang da, und grübel vor mich hin.
Oft verpasse ich dabei Sales oder Sonderangebote. Und dann hab ich seit einigen Jahren jemanden in meinem Leben, dessen Meinung für mich sehr wichtig ist. Aber leider, und die Argumente meines Mannes können noch so gut sein, und vor allem auch nachvollziehbar, ist es mit meiner Logik oft nur schwer vereinbar, was mich in einen neuen Struggle bringt:

»Wenn du das jetzt anschafft, hasst dein Mann dich … oder hackt dir die Hände hab«, oder so ähnlich. Meine Logik ist so verbissen, dass sie, wenn etwas zu 100% möglich wäre und null beeinträchtigend wäre, alles andere ignoriert.
Das gilt auch für Krankmeldungen.

Ich hatte auf meiner Arbeit mal einen extrem hohen Krankenstand. Also … wirklich extrem. Inzwischen bin ich im Jahr 5 Tage maximal krank und das versuche ich mit aller Kraft beizubehalten. Egal wie es mir z. B. psychisch geht.
Auch wen ich tierische Kopfschmerzen habe, prüfe ich erstmal, wie viele Krankentage ich dieses Jahr schon hatte, und entscheide dann, ob ich mich durchquäle oder nicht. Denn am Ende ist auch eine unter Kopfschmerzen und Depressionen erledigte Anfrage, eine erledigte Anfrage.

Der Struggle ist bei mir also sehr oft real. Und wie ich oben schon sagte, sehr, sehr anstrengend. Vor allem, wenn ich mir noch Meinungen einhole. Die einen sagen »Mach doch, wenn du dir auch wirklich sicher bist, dass du das packst. Also wirklich, WIRKLICH, sicher«, die anderen sagen »Eher nicht. Denk an das, das und das.«.
Und gerade beim Letzteren, dreht meine Logik wieder durch mit »Aber das geht doch trotzdem«. Und ehrlich gesagt, sind das Momente, in denen ich mich selbst ankotze.

Aktuell ist es auch wieder so, aber die Details mag ich an dieser Stelle nicht ausplaudern. Ich bin nur wahnsinnig frustriert wegen mir selbst und da hat auch kein Anderer Schuld dran.

Gerry

3 Leuchten zu „Gerry 365 #328: 24.11. – Meine verkorkste Logik“

  1. Ich vertrete die Einstellung: wenn ich Krank bin, bin ich Krank. Und dann versuche ich auch keine Anfragen mehr zu bearbeiten sindern mich zu erholen, damit ich hinterher wieder die Kraft habe.
    Es dankt einem eh keiner und erst Recht nicht deine Gesundheit.

    Das mit den entscheidungen bei großen Anschaffungen kenn ich auch. Ein leidiges Thema und oft noch der Gedanke, gibts das nicht doch etwas günstiger? Aber auch dann schonmal den Moment Verpasst und sich geärgert. dogger4Rage

    Bei kleinen 5€ Anschaffungen frag ich mich eher, lohnt sich das wirklich und steht es im Verhältnis dogger4Notice

    Ein leidiges Thema dogger4Shrug dogger4Derp

  2. Hast du denn an sich eine Lieblingszahl??
    Ist es Zufall, dass es die 5 jetzt ist oder war es nur als Beispiel. Würde mich mal interessieren. Es kann sein dass du schon etwas zu dem Thema geschrieben hast, aber bist du Abergläubisch.

    1. Nein bin ich nicht. Ich glaube zwar an sowas ähnliches wie Geister, aber abergläubisch bin ich nicht. Und 5 war ein beispiel, weil die meisten Inappkäufe die ich tätige, sich in diesen Rahmen immer bewegen.

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